Tasting Notes: Tobermory, Sansibar, The Clans, 23 Jahre, 242 Flaschen, 57,9%

Die Clan-Serie von Sansibar hat längst eine feste Fan-Gemeinde gewonnen. Das Clan-Label ist für besonders gute Fässer reserviert. Aber kann der Tobermory diesem Anspruch auch gerecht werden? 


Unter dem Clan-Label werden vor allem ältere Fässer abgefüllt. Markenzeichen der Serie sind historische Portraits von schottischen Clan-Chefs, die passend zu den jeweiligen Regionen ausgewählt werden. Eng mit der Isle of Mull verbunden ist der Clan MacLean, die auf Duart Castle einen ihrer Wohnsitze hatten. Bis heute befindet sich Duart Castle im Besitz der MacLeans of Duart. Das Portrait des Maclean, das die Flasche ziert, stammt von 1845.

Dieser 23 Jahre alte Tobermory gehörte zu den ersten Abfüllungen, die 2017 unter dem Clan-Label veröffentlicht wurden. Es handelt sich um eine Einzelfass-Abfüllung aus einem Pedro-Ximenez-Fass. Die Abfüllung dürfte mittlerweile ausverkauft und nur noch Second-Hand erhältlich sein.


Meine Tasting Notes: 

Tobermory, Sansibar, The Clans, 23 Jahre, 1994-2017, 242 Flaschen, 57,9%

Farbe: helles Mahagoni

Aroma: Vielschichtig und komplex. Rübensirup, gekochte Äpfel, Rosinen, Orangen, Pflaumen und Datteln mischen sich mit gesalzenen Nüssen, schmutzigem Leder und altem Bücherregal. 

Geschmack: volles Mundgefühl, cremig, würzig, leicht schmutzig. 

Nachklang: lang und warm

Gesamteindruck: Ein sehr intensiver und komplexer Tobermory, der die Brennerei von ihrer besten Seite zeigt. Ich bin nicht unbedingt ein Tobermory-Fan. Aber diese Abfüllung gefällt mir ausgesprochen gut.



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

TASTING NOTES: Ben Bracken 40 - gefärbt, gefiltert und bieder.

Lost Distilleries: Elizabeth Harvie and the Paisley Connection. Schluss

THEMA: Tips für ein gelungenes Whisky-Tasting - die 10 besten Formate und was ihr dabei beachten solltet

Warum "Blend" ein gefährliches Wort ist und was man darüber wissen sollte - Teil 1.

Welche Whiskey-Brennereien gibt es in Irland

Hier stinkt was: Die Schattenseiten des Irischen Whiskey-Wunders