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Sommerwhisky: Mackmyra Grüntee (Mackmyra Grönt Te)

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Whisky mit Grüntee-Aroma? Klingt schräg, aber das gibt es wirklich. Anders als schottische Brennereien ist die schwedische Mackmyra Distillery nicht den strengen Regeln der Schottischen Whisky-Association unterworfen, und die Master Blenderin von Mackmyra, Angela d'Orazio, nutzt die Freiheit, die sie in Schweden hat, immer wieder für ungewöhnliche Fassreifungen oder Fass-Finishes aus. Mit dem Mackmyra Gönt Te ist ihr eine besonders eigenwillige Kreation gelungen.


Angela D'Orazios Fass-Experimente sind inzwischen schon fast legendär. Zweimal im Jahr überrascht die Master Blenderin die Fans von Mackmyra mit limitierten Sonderabfüllungen, deren ungewöhnliche Finishes in der Vergangenheit immer wieder für viel Gerede gesorgt haben. Ich denke da ganz besonders an Calvados-, Glühwein- und Kirschwein-Fässer.

Auch die aktuelle Sonderabfüllung, Mackmyra Grönt Te, hat die Gemüter bewegt. Ein Finish mit grünem Tee hat bisher noch niemand gewagt. Grüner Tee und Whisky - passt das überhaupt?…

Tasting Notes Sommerwhisky: Inchgower 2001, 17 Jahre, Spirit & Cask Range, 56,5%

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Inchgower gehört zu jenen Brennereien, die in der zweiten Reihe stehen und gerne übersehen werden. Als Vertreter der eher schwerfälligen, öligen schottischen Single Malts ist er nicht unbedingt für eine Main-Stream-Abfüllung geeignet, sondern wird überwiegend für Blended Whiskys verwendet. Bei unabhängigen Abfüllern kann man gelegentlich schöne Fässer dieses eigenwilligen Malts entdecken. 


Meine Tasting Notes:

Inchgower 2001, Spirit & Cask Range, The Single Cask Bottlings, destilliert 17.04.2001, abgefüllt April 2018, Fass-Nr. 303701, 294 Flaschen, Bourbon Cask, 56,5%

Nase:
Wow. Viiiiel Brot. Viel Apfel. Viel Aroma. Süßer Blütenduft, Mandelbrei und ganz leichte Vanille. Und im Hintergrund diese typische schräge Note, als würde ein paar Meter weiter die Tür zur Auto-Werkstatt offen stehen.

Gaumen:
die kräftigen 56,5% machen sich deutlich auf der Zunge bemerkbar, und sind mir eine Spur zu bissig. Doch ein paar Tropfen W…

Nine Springs: Tasting mit Whisky und Schokolade

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Whisky-und-Food-Pairings sind in einem Tasting mitunter heikel, und bringen nicht immer optimale Ergebnisse. Doch bei einem Whisky-und-Schokolade-Tasting kann kaum etwas schief gehen. Puristen können beides einfach separat genießen, denn sowohl ein guter Whisky als auch eine gute Schokolade können sehr gut alleine stehen. Doch im Duo bringen die beiden oft himmlisch intensive Geschmackseindrücke.


Auf den Tag des Deutschen Whiskys hatte ich mich in diesem Jahr ganz besonders gefreut. Da in diesem Frühjahr der Corona-Lockdown alle Veranstaltungen zum Platzen brachte, waren die letzten Wochen doch etwas eintönig verlaufen. Und selbst das schönste Online-Tasting kann für mich die reale  Begegnung mit  Menschen nicht ersetzen.

Da ich großer Fan von verschiedenartigen Fass-Reifungen bin, hatten mich die Verantwortlichen der Whiskywelt Burg Scharfenstein gefragt, ob ich nicht Lust hätte, am Tag des Deutschen Whiskys ein Whi…

Blind-Tasting-Challenge No 13 von FOSM und ein paar Gedanken zu Blind Tastings und Objektivität.

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Blind Tastings erfreuen sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Aber sind sie wirklich so objektiv, wie immer behauptet wird? Die 13. Blind-Tasting-Challenge von FOSM hat mich dazu angeregt, mir ein paar Gedanken zu machen darüber, wie unser Gehirn sich so Gedanken macht.


Blind Tastings können sehr lustig sein, und oft ist die Auflösung mit großen Überraschungen verbunden. Dennoch haben Blind Tastings auch ihre Tücken. Wir alle kennen solche Situationen: man ist auf einer Messe, hat schon fünf, sechs, sieben Whiskys getrunken, und dann kommt irgend ein guter Kumpel, füllt einem was in Glas, hält dabei das Etikett verdeckt  und sagt voller Erwartungen: "Probier mal". Puh. Manchmal ist meine Nase in so einem Moment noch fit genug. Manchmal aber auch nicht.

Sind Blind Tastings wirklich "objektiv"?

Doch wie sieht es mit Blind Tastings aus, die unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden? Ist das Ergebnis tatsächlich "objektiv" und "wertfrei"…

Whisky-Messe Schloss Trebsen 2020

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Die Winterpause zwischen den Jahren ist längst vorbei, und ich habe im neuen Jahr bereits einige lohnenswerte Events besuchen können. Den Auftakt machte wieder einmal die Whisky-Messe in Schloss Trebsen, die von Jens Fahr aus der Altstadtkneipe in Delizsch ausgerichtet wird. 


Die Whisky-Messe in Schloss Trebsen ist für mich immer eine sehr schöne Gelegenheit, um das neue Whisky-Jahr einzuleiten. Die Messe zeichnet sich vor allem durch eine romantische und familiäre Atmosphäre aus in den Räumlichkeiten des liebevoll renovierten Schlosses.

Wer die Messe in den letzten Jahren regelmäßig besucht hat, konnte mitverfolgen, wie die Renovierungsarbeiten voranschritten, und die Anzahl der Räume, die für die Messe zur Verfügung stehen, ist dementsprechend von Jahr zu Jahr angewachsen.

Dennoch hat man nach wie vor nicht das Gefühl, dass die Messe überlaufen ist. Als Besucher kann man gemütlich von Raum zu Raum schlendern, die sich auf zwei Etagen, zwei Gebäudeflügel und verschiedene Kelle…

Merry Christmas

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Frohe Weihnachten

Ich wünsche Euch allen  ein frohes und glückliches Weihnachtsfest 2019
und einen guten Start ins neue Jahr.

Blended Malt, Maggie's Speyside Selection, Scotch Single Malt Circle, 22 Jahre

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Blended Malts sind bei Sammlern wenig begehrt, wissen wir doch gemeinhin nicht, welche Brennerei sich dahinter verbirgt. Doch zum Trinken sind sie oft grandios.Vor allem wenn das Fass von Maggie Miller persönlich ausgewählt wurde. 



Meine Tasting Notes:

Blended Malt, Scotch Single Malt Circle, Maggie's Speyside Selection, destilliert 11/1996, abgefüllt 4/2019, 22 Jahre, Sherry Cask Finish, #2218139, 83 Flaschen, 55.4%
Aroma: Die würzige Note dominiert den ersten Eindruck: Küchenkräuter wie Liebstöckl und Selleriekraut erinnern an eine warme Suppe. Dann kommen die Fruchtaromen: jetzt wird Orangen-, Maracuja- und Mandarinen-Marmelade gekocht. Die verschiedenen Aromen verweben sich zu einem dichten Geruchspotpourie.
Geschmack: Elegant, rund und harmonisch gibt sich dieser Speyside-Malt. Leicht ölig,  mit kräftigen Röstaromen, würzig, mit Anklängen von Orangen, Tabak und Schokolade. Sehr kompakt.Nachklang: lang und wärmend. 
Fazit:Da hat die Maggie mal wieder tref…