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Blind-Tasting-Challenge No 13 von FOSM und ein paar Gedanken zu Blind Tastings und Objektivität.

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Blind Tastings erfreuen sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Aber sind sie wirklich so objektiv, wie immer behauptet wird? Die 13. Blind-Tasting-Challenge von FOSM hat mich dazu angeregt, mir ein paar Gedanken zu machen darüber, wie unser Gehirn sich so Gedanken macht.


Blind Tastings können sehr lustig sein, und oft ist die Auflösung mit großen Überraschungen verbunden. Dennoch haben Blind Tastings auch ihre Tücken. Wir alle kennen solche Situationen: man ist auf einer Messe, hat schon fünf, sechs, sieben Whiskys getrunken, und dann kommt irgend ein guter Kumpel, füllt einem was in Glas, hält dabei das Etikett verdeckt  und sagt voller Erwartungen: "Probier mal". Puh. Manchmal ist meine Nase in so einem Moment noch fit genug. Manchmal aber auch nicht.

Sind Blind Tastings wirklich "objektiv"?

Doch wie sieht es mit Blind Tastings aus, die unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden? Ist das Ergebnis tatsächlich "objektiv" und "wertfrei"…

Whisky-Messe Schloss Trebsen 2020

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Die Winterpause zwischen den Jahren ist längst vorbei, und ich habe im neuen Jahr bereits einige lohnenswerte Events besuchen können. Den Auftakt machte wieder einmal die Whisky-Messe in Schloss Trebsen, die von Jens Fahr aus der Altstadtkneipe in Delizsch ausgerichtet wird. 


Die Whisky-Messe in Schloss Trebsen ist für mich immer eine sehr schöne Gelegenheit, um das neue Whisky-Jahr einzuleiten. Die Messe zeichnet sich vor allem durch eine romantische und familiäre Atmosphäre aus in den Räumlichkeiten des liebevoll renovierten Schlosses.

Wer die Messe in den letzten Jahren regelmäßig besucht hat, konnte mitverfolgen, wie die Renovierungsarbeiten voranschritten, und die Anzahl der Räume, die für die Messe zur Verfügung stehen, ist dementsprechend von Jahr zu Jahr angewachsen.

Dennoch hat man nach wie vor nicht das Gefühl, dass die Messe überlaufen ist. Als Besucher kann man gemütlich von Raum zu Raum schlendern, die sich auf zwei Etagen, zwei Gebäudeflügel und verschiedene Kelle…

Merry Christmas

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Frohe Weihnachten

Ich wünsche Euch allen  ein frohes und glückliches Weihnachtsfest 2019
und einen guten Start ins neue Jahr.

Blended Malt, Maggie's Speyside Selection, Scotch Single Malt Circle, 22 Jahre

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Blended Malts sind bei Sammlern wenig begehrt, wissen wir doch gemeinhin nicht, welche Brennerei sich dahinter verbirgt. Doch zum Trinken sind sie oft grandios.Vor allem wenn das Fass von Maggie Miller persönlich ausgewählt wurde. 



Meine Tasting Notes:

Blended Malt, Scotch Single Malt Circle, Maggie's Speyside Selection, destilliert 11/1996, abgefüllt 4/2019, 22 Jahre, Sherry Cask Finish, #2218139, 83 Flaschen, 55.4%
Aroma: Die würzige Note dominiert den ersten Eindruck: Küchenkräuter wie Liebstöckl und Selleriekraut erinnern an eine warme Suppe. Dann kommen die Fruchtaromen: jetzt wird Orangen-, Maracuja- und Mandarinen-Marmelade gekocht. Die verschiedenen Aromen verweben sich zu einem dichten Geruchspotpourie.
Geschmack: Elegant, rund und harmonisch gibt sich dieser Speyside-Malt. Leicht ölig,  mit kräftigen Röstaromen, würzig, mit Anklängen von Orangen, Tabak und Schokolade. Sehr kompakt.Nachklang: lang und wärmend. 
Fazit:Da hat die Maggie mal wieder tref…

Tasting Notes: Highland Park, Scoch Single Malt Circle, 15 Jahre

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Highland Park. Muss man nicht viel erklären. Norden. Wikinger. Und Orkney-Peat. Braucht man mehr?



Highland Park ist die nörlichste Brennerei Schottlands und hat sich in den letzten Jahren durch kluge Marketing-Strategien ein Wikinger-Image zugelegt. Das hat mit Sicherheit geholfen, die knappen Bestände an 10-15jährigem Malt zu kaschieren, die durch eine reduzierte Produktion während der 1990er Jahre entstanden ist. Inzwischen sind die Engpässe scheinbar behoben.

Bei unabhängigen Abfüllern ist Highland Park nach wie vor ein gern gesehener Gast, der selten enttäuscht. So auch diese Abfüllung.

Meine Tasting Notes:

Highland Park, Scotch Single Malt Circle, destilliert im Mai 2003, abgefüllt im März 2019. Fast 16 Jahre. Aber nur fast. Sherry Cask Finish, #5019948, 67 Flaschen, 55,1%
Farbe: Maisgelb
Aroma: Üppiger, saftig-süßer Früchte-Mix, Heidehonig, ein bißchen Haselnuss-Aroma, Zitrusaromen und Sägespäne. 
Geschmack: Zunächst süß und cremig auf der Zungenspitze, da…

Inchgower, Scotch Single Malt Circle, 10 Jahre

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Inchgower ist einer jener Speyside Whiskys, die ein äußerst markantes Aromaprofil haben. Der Scotch Single Malt Circle hat kürzlich einen perfekten Inchgower abgefüllt.


Bei Inchgower wird ganz normal auf zwei Brennblasen gebrannt, doch die Besonderheit sind die ungewöhnlichen Cut Points, die zwischen 70%  und 55% liegen, um die fruchtigen Ester zu vermeiden und mehr die robusten Aromen einzufangen.

Das Ergebnis ist ein sehr markanter Whisky mit nussigen und leicht schrägen Noten.

Meine Tasting Notes:

Inchgower, Scotch Single Malt Circle, destilliert 23.3.2009, abgefüllt 6.6.2019, 10 Jahre, Bourbon-Hogshead, #803614, 300 Flaschen, 58,8%


Farbe: gelb

Aroma: Intensive Vanille- und Karamell-Noten haben die Überhand, das muss ein aktives Fass gewesen sein. Doch darunter liegt diese typische schwere Note im Glas, die für Inchgower so bezeichnend ist und entfernt an alte Autoreifen, Fleur de Sel, dunklen Kakao und Haselnüsse erinnert. Da fallen die frischen, gelben Fruc…

Tasting Notes: Tobermory, Scotch Single Malt Circle, 24 Jahre

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Tobermory auf der Insel Mull gehört zu den ältesten Brennereien Schottlands und wurde bereits 1798 erwähnt. Seit 1930 hat die Brennerei noch einen zweiten Namen: Ledaig. Heute wird letzterer benutzt, um den rauchigen Whisky der Insel-Brennerei zu bezeichnen, während der Name Tobermory dem nicht-rauchigen Whisky vorbehalten ist.



Ich gestehe, dass ich nicht der allergrößte Fan des Whiskys von der Isle of Mull bin. Man muss diese robusten, schrägen Töne mögen, die einen Tobermory oder Ledaig kennzeichnen. Der Scotch Single Malt Club hat im Frühjahr einen 25 Jahre alten Tobermory herausgebracht. Ob ihm das Alter bekommen ist?

Meine Tasting Notes:

Tobermory, Scotch Single Malt Circle, destilliert 1.12.1994, abgefüllt 11.3.2019, 24 Jahre, Sherry Butt, #688/049, 55.3%

Farbe: kupfergelb

Aroma: Reife Früchte und Nüsse dominieren im Glas. Dazu kommen getrocknete Beeren - und  ein bißchen Tankstellenaroma nachts um halb drei: Diesel, Abgase, Salzpastillen und ein kleiner Espresso.

Geschmack: Cremig …