Special Releases 2018: Lagavulin 12

Lagavulin. Islay. Peatsmoke. Schinken und warmer Rauch. Mehr muss man nicht mehr sagen. Oder doch?


Hintergrund: 

Lagavulin gehört von Anfang an zu den Classic Malts. Seit 2002 ist er regelmäßiger Bestandteil der Special Releases.

2002: Lagavulin 12 (------) / 58,0 % ABV
          Lagavulin 25 (------) / 57,2 % ABV

2003: Lagavulin 12 (------) / 57,8 % ABV

2004: Lagavulin 12 (------) / 58,2 % ABV

2005: Lagavulin 12 (------) / 57,7 % ABV

2006: Lagavulin 12 (------) / 57,5 % ABV
          Lagavulin 30 (1976) / 52,6 % ABV

2007: Lagavulin 12 (------) / 56,4 % ABV
          Lagavulin 21 (1985) / 56,5 % ABV

2008: Lagavulin 12 (------) / 56,4 % ABV

2009: Lagavulin 12 (------) / 57,9 % ABV

2010: Lagavulin 12 (------) / 56,5 % ABV

2011: Lagavulin 12 (------) / 57,5 % ABV

2012: Lagavulin 12 (------) / 56,8 % ABV
          Lagavulin 21 (1991) / 53,5 % ABV

2013: Lagavulin 12 (------) / 55,1 % ABV
          Lagavulin 37 (1976) / 51,0 % ABV

2014: Lagavulin 12 (------) / 56,2 % ABV

2015: Lagavulin 12 (------) / 48,8 % ABV

2016: Lagavulin 12 (------) / 57,7 % ABV

2017: Lagavulin 12 (------) / 56,5 % ABV

2018: Lagavulin 12 (2005) / 57,8 % ABV 


Gereift wurde der Lagavulin 12 in wiederbefüllten Amerikanischen Hogsheads. Limitierte Abfüllung, genaue Flaschenzahl wird nicht angegeben.

Was ich erwarten kann: 

Refill American Oak Hogsheads klingt nicht wirklich spannend. Doch mit 12 Jahren und 57,8 % ABV sollte dieser Laga vor Rauch und starken Aromen nur so strotzen. Lassen wir uns also überraschen.

Farbe: blasses gelb

Aroma: Im ersten Anflug gleich viele süße Pfirsiche, eingebunden in schöne Raucharomen. Warmer Zigarettenrauch an der Bushaltestelle. Darunter liegen die typischen Aromen von Öl und Teer, aber sehr verhalten. Die fleischigen, speckigen Noten sind eher schwach, die süßen Fruchtaromen dominieren. Am Ende auch frische Minze, Zitrone und Karamellbonbons.

Geschmack: Ja!! Toller Antritt, leicht ölig, super gut ohne Wasser zu trinken. Süße und salzige Aromen, satt, breit, malzig. Tolles Mundgefühl!


Nachklang: Lang, warm, nur wenig trocken. Passt.


Was bekomme ich für mein Geld? 

Mir hat der Laga 16 schon immer besser gefallen als die Distillers Edition. Und auch in diesen Laga 12 aus schlichten refill Hogsheads könnte ich mich verlieben, denn er ist unglaublich sauber und klar. Bei einem UVP von 120 Euro kostet der 12er doppelt so viel wie der 16er.  In der Nase gefällt mir der 16er tatsächlich  besser, weil er komplexer wirkt.

Aber der 12er hinterläßt durch die höhere Prozentzahl und den Verzicht auf Kühlfiltrierung einen gewaltigen Eindruck im Mund. Der 16er wirkt  plötzlich richtig niedlich dagegen.  Zudem ist der 12er  ungefärbt. Der Mehrpreis wird also durchaus belohnt. Da muss jeder abwägen, was ihm lieber ist... Naja. Ein echter Laga-Fan kauft beide ;-)


Morgen gibt es dann das letzte Highlight der Special Releases: Carsebridge 48. Das Alter muss man erst mal sinken lassen.....

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