Im Glas: The Macallan Sherry Oak, 12 Jahre



The Macallan Sherry Oak, 12 Jahre:

Der 12jährige Macallan aus dem Sherry-Faß  bildet seit Jahren das Rückgrat der Brennerei, es ist die Flasche, die am meisten gekauft wird. Jetzt soll sie vom Markt verschwinden und durch die No-Age-Abfüllung "Amber" ersetzt werden. Ein riskantes Manöver, das weiß man auch bei Macallan. Für alle Fälle gibt es deshalb eine Rückfahrkarte: in den USA und in Asien wird der 12jährige Sherry Oak auch weiterhin noch erhältlich sein. Zumindest vorläufig. 

Farbe: sattes Gold

Aroma: viel süßer Honig und Vanille, aber auch Gewürze und zarte Eichenholz-Noten, die in einem angenehmen Kontrast zur Süße stehen, Sherry, ein Hauch von Rauch, blumig-duftig, grüne Kastanien, nach einer Weile kommen dann auch die dunklen Töne von Sherry, Schokolade, Zimt, Karamell und getrocknete Feigen. Insgesamt sehr aromatisch, ein voller Duft, typisch Macallan, weich wie Samt. 

Geschmack: Hier zeigt er einen überraschend starker Antritt, viel kräftiger als erwartet, die Zunge erschrickt regelrecht. Es sind jedoch weniger die fruchtigen, als vielmehr die blumigen, grasigen Noten, die auf der Zunge dominieren.

Finish: mittellang, würzig, mit einer zarten Holznote.

Mit ein paar Tropfen Wasser verdünnt wird er  runder, weniger süß, eine metallische Note wie beim Amber bleibt jedoch aus.

Margaretemarie meint: seine Stärke liegt im Aroma und dem typischen Macallan-Duft. Die hohen Erwartungen an ganz viel Trockenfrüchte, die beim Riechen aufgebaut werden, werden auf der Zunge nicht ganz erfüllt, blumig-duftige Noten mildern die fruchtigen Noten etwas ab. Als Aperitif wäre er mir zu voluminös, ich würde ihn eher nach dem Essen als Digestif servieren, oder aber auch als Genießer-Whisky für einen gemütlichen Abend. 
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