Neuer Bowmore für Investoren: Bowmore Vintner's Trilogy

Bowmore wird in den nächsten Tagen eine neue Serie auf den Markt bringen, die den Weinfass-Aromen gewidmet ist und Whiskys von 18 bis 27 Jahre umfasst. Zum Trinken sind sie nicht wirklich gedacht. Die Abfüllung richtet sich in erster Linie an Investoren.

Pressefoto Bowmore Vintner's Trilogy


Beam Suntory hat den Beginn einer dreiteiligen Serie bekannt gegeben, die durch Altersangaben und Weinfass-Einfluss gekennzeichnet ist. Die ersten beiden Abfüllungen sollen noch diesen Monat global in den Handel kommen, die dritte und älteste Abfüllung wird erst 2018 erscheinen.

Die jüngste Abfüllung in der neuen Vintner's Trilogy von Bowmore ist ein 18 Jahre alten Bowmore, der zunächst in einem Ex-Bourbon-Fass reifte und danach fünf weitere Jahre in einem ehemaligen Manzanilla-Sherry-Fass lagerte. Er wurde mit 52.5% abgefüllt und soll ca. 130 US-Dollar kosten.

Der zweite Teil der Trilogy ist ein 26 Jahre alter Bowmore, der 13 Jahre lang in Ex-Bourbon-Fässern reifte und dann 13 Jahre lang eine zweite Reifung in Wein-Fässern ungenannter Herkunft erhielt. Abgefüllt wurde mit 48.7%, der Preis liegt offiziell bei 540 US-Dollar.

Der älteste Whisky der Trilogy ist ein 27 Jahre alter Bowmore, der eine Nachreifung in ehemaligen Portwein-Fässern erhielt. Der Preis wurde noch nicht bekannt gegeben.

Wie der Pressemitteilung zu entnehmen ist, wurden die Fässer in der sogenannten "Vault No. 1" gelagert, die Serie wurde als "premium and collectible" bezeichnet.

Na, dann...

Kommentare

  1. Whisky, den ich nicht trinken soll? Wer beurteilt dann die Qualität?

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    1. Sigrun, die Preise im Sekundär-Markt richten sich vor allem nach den Punkten der Whisky-Autoren und Whisky-Blogger. Wenn ein Whisky bei Jim Murray, Serge etc. hohe Punktzahlen erhält, kannst du auch bei Online-Auktionen einen hohen Preis erwarten. Ist auf dem Weinmarkt ähnlich, mit den Parker-Punkten. Ein weiteres Kriterium ist die Auflage: wenn nur 10.000 Flaschen weltweit auf dem Markt vorhanden sind, ist das nicht viel. Und da immer wieder Flaschen aufgemacht werden, sinkt die Zahl der zur Verfügung stehenden Flaschen von Jahr zu Jahr - vorausgesetzt, der Whisky hat eine hohe Punktzahl erreicht. Ansonsten hat ja niemand Lust, die Flasche zu öffnen. Die Konzerne wiederum bringen immer öfter teure Sonderabfüllungen auf den Markt, weil sie dafür viel mehr Geld verlangen können, als für Standards. Die Folge ist, dass die Klassischen Abfüllungen - Bowmore 18, Bowmore 21 - Bowmore 25 - kaum noch bezahlbar sind beziehungsweise inzwischen gar nicht mehr existieren. Wir Durchschnittsverdiener sind die Dummen bei diesem Spiel. Gute Whiskys gibt es immer weniger, weil die besten Fässer mehr und mehr als Investment-Gut gehandelt werden....

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