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Wie gut ist alter Whisky wirklich?

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Alte Whiskys werden immer teurer. War es vor fünf Jahren auch für Durchschnittsverdiener noch problemlos möglich, auch einmal einen Glenfarclas 35 oder Springbank 40 zu probieren, so ist dieses Vergnügen für die meisten von uns inzwischen in weite Ferne gerückt. Aber sind alte Whiskys auch  besser?



Eines meiner liebsten Whisky-Bücher ist "Appreciating Whisky" von Phillip Hills. Auch wenn es inzwischen einige Jährchen auf dem Buckel hat, so ist es doch immer noch ein faszinierender und äußerst hilfreicher Begleiter, um in die Welt des Whiskys einzutauchen.

Viele der Informationen, die Hills damals zum ersten Mal aussprach, sind heute Allgemeingut geworden, die jeder Whisky-Fan kennt. Doch so manche seiner Ansichten scheinen im Laufe der Jahre auch aus der Mode gekommen zu sein - die Whisky-Welt hat sich seither ein gutes Stück weiter gedreht.



Eine dieser "alten" Weisheiten ist seine Ansicht über alte Whiskys. Hills gibt dazu eine kleine Geschichte zum besten: Als er…

Benromach 2008/2017, Franconian Edition

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Für die Nürnberger Whiskymesse "The Village" hat Benromach eine Sonderausgabe herausgebracht: Benromach Franconian Edition, aus einem First-fill Bourbon-Fass. Nur 247 Flaschen wurden abgefüllt - mit  59.7%. Ein mildes Tröpfchen ist das nicht. Da kommt ordentlich Dampf auf die Zunge.



Wer wie ich kein bedingungsloser Freund von Fass-Stärken ist, darf hier ruhig einen guten Schuß Wasser dazu geben. Da der Whisky nicht kühlgefiltert ist, reagiert er sofort, und sieht schlagartig aus wie natur-trüber Birnensaft. Dem geschmacklichen Vergnügen steht dieser Umschwung jedoch keinesfalls im Weg.

Meine Tasting-Notes:
Benromach, 2008/2017,  Franconian Edition, First-fill Bourbon Casks, Fass-Nr. 351, 247 Flaschen, 59.7%
Aroma: sauerer Apfel und viel Malz gleich zu Beginn, nur langsam kommen die Honignoten und Vanillecreme dazu. Die süßen Aromen stehen in einem seltsamen Kontrast zu dem säuerlich-würzigen Grundcharakter. Birne, Banane und Stachelbeeren werden langsam deutlicher, dazu kommen…

German Beer meets Irish Whiskey: Aschaffenburger Craft Bier reift im Whisky-Fass

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Während in Schottland Whisky neuerdings auch in Bierfässern reift, geht man im fränkischen Aschaffenburg den umgekehrten Weg und lässt das Bier im Whiskyfass reifen. Der Craft-Bier-Brauer Christian Hans Müller (Hanscraft & Co.) reiste dazu eigens in die irische Midleton Brennerei und wählte dort original Jameson Fässer aus, die seinem neuen Bier ein einzigartiges Aroma verleihen sollen. Unter dem Namen Taithí Nua wird das helle Bockbier aus dem Whiskyfass auf den Markt kommen und ab Mittwoch auch im Online Shop  von hanscraft erhältlich sein. Weitere Informationen dazu findet ihr in der folgenden Pressemitteilung:


Mut zu neuen Ideen:
Hanscraft & Co. und Jameson Irish Whiskey vereinen Craftbier und Whiskey


Taithí Nua (aus dem Irischen: neue Erfahrung) nennt sich die neue Sonderabfüllung der fränkischen Craftbier-Brauerei Hanscraft & Co. in Kooperation mit der irischen Whiskeymarke Jameson. Head Brewer Christian Hans Müller stellt damit ein „Barrel Aged Bock“ vor: Das he…

Benromach: im Gespräch mit Nicole Cook, Export Regional Executive

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Seit der Geburt ihrer Tochter vor zweieinhalb Jahren ist Nicole Cook nicht mehr ganz so viel in der Welt unterwegs. Auf der Whisky Village in Nürnberg hatte ich Gelegenheit, mich mit der Export Regional Executive von Gordon & MacPhail über den Whisky von Benromach zu unterhalten. Die kleine, privat geführte Brennerei in der schottischen Speyside gehört in Deutschland noch immer zu den Geheimtips der Branche.


Nicole Cook arbeitet bereits seit über neun Jahren für den unabhängigen Abfüller und Brennereibesitzer Gordon & MacPhail, und in jüngerer Zeit sind ihre Messeauftritte seltener geworden. Um so mehr habe ich mich gefreut, dass sie in diesem Frühjahr nach Deutschland gekommen ist, um Michael Gradl vom Nürnberger Whiskyfässla auf der Whisky Village zu unterstützen und die Whiskys von Benromach zu präsentieren. Am Stand hat sie sich dann auch Zeit genommen, und mir ausführlich die Besonderheiten von Benromach erklärt und die Range vorgestellt.

Benromach ist eine der kleinsten …

Laphroaig 25 oder Laphroaig 27?

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Aufregende Neuigkeiten für die Fans of Laphroaig: im amerikanischen Blog "Sku's Recent Eats" gab es heute den Hinweis auf neue Laphroaig-Label, die vom Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau für den amerikanischen Markt genehmigt wurden. Geplant sind demzufolge ein neuer Laphroaig 25 sowie ein Laphroaig 27. Die Beschreibung klingt spannend - und verrät viel über die neuen Strategien.


Laut geplantem Etikett scheint sich die neue Ausgabe des Laphroaig 25 an seinen Vorgängern zu orientieren, mit "second-fill Oloroso sherry casks" und "American bourbon barrels". Die Beschreibung lässt in mir die Hoffnung aufkeimen, dass am Aroma-Profil im Vergleich zur vorherigen Abfüllung nichts geändert wurde.

Die Beschreibung des geplanten Laphroaig 27 hingegen klingt sehr viel "moderner": Whisky aus "refill hogsheads" wurde umgefüllt in "first-fill ex-bourbon barrels" und "refill quarter casks", die dann in "Laphroaig'…

Neue "Straight-from-the-Cask"-Abfüllungen von Edradour und Ballechin

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Seit kurzem sind neue „Straight from The Cask“-Abfüllungen von Edradour erhältlich, die durch eine interessante Fassreifung auffallen: zum Einsatz kamen Madeira-, Chardonnay-, Bordeaux-, Burgunder- und Portwein-Fass. Freunde von Weinfass-Reifungen sollten auf der Whiskymesse in Limburg die Augen offen halten, denn dort werden die neuen Babys von Edradour am Stand von Kirsch Whisky zur Verkostung bereit stehen.


Einzelheiten könnt ihr der folgenden Pressemitteilung entnehmen:

Whisky und Golf: neuer Tumbler von Ballantine's

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Whisky und Golf gehören in Schottland so eng zusammen wie bei uns Kaffeehaus und Kuchen. Ballantines hat jetzt rechtzeitig zum Beginn der Golfsaison einen limitierten Glastumbler herausgebracht, in dessen Glasboden die Oberflächenstruktur eines Golfballs eingearbeitet ist. Angeboten wird der Tumbler zusammen mit einer Flasche Ballantines Finest im Aktionspack. 


40 verschiedene Single Malts und Grains sollen angeblich in Ballantines enthalten sein. Aber ob die immer alle bei jeder Flasche zum Einsatz kommen? Miltonduff und Glenburgie gelten als Lead Malts, die bei der Kreation des Blends von Anfang an eine wesentliche Rolle spielten. Ach übrigens - Glenburgie hatte bereits 1927 eine Frau als Distillery Manager.

Bildungstrinker werden dem Glas wohl wenig abgewinnen können, aber Golf-Fans werden sicherlich dafür Verwendung finden. Bei einem Preis um die 14 Euro für das Promopack gibt es den Whisky ja fast umsonst dazu.

Mehr Infos findet ihr unten in der Pressemitteilung.