Donnerstag, 23. Oktober 2014

C2C Spirits Cup. Ein Resümee.

Einer der Höhepunkte der diesjährigen Aquavitae war die Bekanntgabe der Sieger des C2C Spirits Cup, einem neuartigen Spirituosen-Wettbewerb für Endverbraucher.  

Natürlich war ich sehr gespannt darauf, welche Whiskys besonders gut abgeschnitten haben. Doch noch mehr interessierte mich die Frage, ob man aus den Ergebnissen auch Rückschlüsse auf die Vorlieben der Konsumenten ziehen kann.
 
Foto: MargareteMarie

55 Whiskys wurden während des C2C Wettbewerbes an vier verschiedenen Standorten in Blindverkostungungen bewertet. Das Besondere dabei: Die Jury bestand nicht,  wie sonst üblich, aus einer Expertenrunde, sondern setzte sich aus interessierten Whisky-Freunden zusammen, die sich für die Teilnahme am C2C-Cup beworben hatten. 
Die eingereichten Produkte, die zur Beurteilung standen, stammen aus Schottland, Irland, den USA sowie mehreren Ländern Kontinental-Europas.

Mit Julia Nourney, Orgnisatorin und "Erfinderin" des C2C Cup, habe ich nach der Preisverleihung noch einmal über die Modalitäten des Wettbewerbs gesprochen. Die genauen Ergebnisse findet ihr weiter unten.

Foto: MargareteMarie

1. Julia, deinem strahlenden Gesicht nach zu urteilen war der erste C2C Cup ein großer Erfolg?
Ja, ich denke schon, dass das ein Erfolg war. Von den Juroren habe ich gehört, dass es ihnen Spaß gemacht hat und eine wichtige Erfahrung für sie war. Die einreichenden Firmen haben sich über die außergewöhnliche Gelegenheit gefreut, ihre Produkte völlig unbeeinflusst von Konsumenten, also ihrer Zielgruppe, beurteilen zu lassen. Ich denke, es war für alle Beteiligten hochinteressant, ungeschminkte Verbrauchervorlieben, frei von jeglichem Marketing- und Werbebonus, kennenzulernen.


2. Du hast nach der ersten Runde in Frankfurt die Modalitäten noch einmal überarbeitet. Was war der Grund?

Bei dieser Verkostung hat sich herausgestellt, dass Angaben wie Herkunftsländer, Whisky-Kategorien und Altersgruppen die Juroren in ihrer Entscheidung doch zu sehr beeinflusst haben. So richtig deutlich ist das anhand eines Whiskys geworden, den ich von ein und derselben Gruppe in zwei verschiedenen Kategorien habe bewerten lassen. In der Gruppe der 20- bis 24-jährigen Scotch Single Malts hat er dabei wesentlich bessere Noten bekommen als in der Gruppe der Schottischen Single Malts ohne Altersangabe. Das war für mich das Signal, alle, auch nur im Ansatz beeinflussende Angaben, völlig wegzulassen. Bei den folgenden Veranstaltungen wurden die Whiskys zwar weiterhin in den ursprünglichen Kategorien belassen, die Juroren verfügten aber nur noch über Angaben zum Alkoholgehalt.

3. Wie groß war die gesamte Menge der Juroren letztendlich? Glaubst du, die Zahl ist ausreichend, um verbindliche Ergebnisse liefern zu können?

Insgesamt haben knapp 60 Juroren an fünf Standorten jeweils zwischen 20 und 23 Whiskys beurteilt. Ursprünglich waren zwar nur 4 Standorte vorgesehen, ich habe dann aber kurzfristig noch eine fünfte Gruppe gewinnen können, die einzelne Produkte, die noch nicht oft genug verkostet wurden oder bei der Verkostung in Frankfurt zweifelhafte Ergebnisse hatten, nachverkostet haben. Mindestens 20 oder sogar noch mehr Beurteilungen pro Produkt finde ich daher absolut aussagekräftig. Die Gremien der Profi-Verkoster sind da wesentlich kleiner.

4. Wird es auch 2015 einen C2C Spirits Cup geben?

Auf jeden Fall! Die Planungen für das nächste Jahr sind schon angelaufen!

Foto: privat


MargareteMarie meint:

Der C2C Spirits Cup ist mit Sicherheit eine spannende Bereicherung der Whisky-Landschaft. Die Ergebnisse haben mich in ihrer Eindeutigkeit jedoch überrascht. Bis auf eine Ausnahme gingen alle Goldmedaillen an rauchige oder alte Whiskys über 18 Jahre. Entweder ist die Qualität in diesem Bereich besonders hoch, oder die Verbraucher haben eine Vorliebe für diese beiden Kategorien. Die meisten Brennereien und Produzenten haben in diesen Bereichen aber entweder nichts oder nicht genug anzubieten. Wir werden also auch in Zukunft mit Preissteigerungen in diesen Segmenten rechnen können.

Auch bei den Silbermedaillen lässt sich ein interessanter Trend feststellen: sie gingen fast ausnahmslos an Whiskys mit Altersangabe - und das, obwohl blind verkostet wurde.

Die größte Diversität findet sich bei den Bronzemedaillen: wie es scheint, lassen sich die Verbraucher durchaus auch auf  jüngere und "Nicht-Malt"-Whiskys ein, wenn sie gut gemacht sind.

Ich bin mir sicher, dass auch die Produzenten die Ergebnisse genau analysieren und ihre Rückschlüsse ziehen werden. Hoffenlich im Sinne von uns Konsumenten.

Foto: MargareteMarie


Die Gewinner des ersten C2C Spirits Cup

8 Goldmedaillen wurden für folgende Produkte vergeben:
Queen & Kings – Robert the Bruce, Scotch Blended Malt Whisky (mr.whisky, Eschborn)
Ardbeg Uigeadail, Scotch Single Malt Whisky (Moët Hennessy Deutschland, München)
Old Ballantruan, Scotch Single Malt Whisky (Irisch Lifestyle, Erding)
Big Peat Christmas Edition, Scotch Blended Malt Whisky (Bremer Spirituosen Contor, Bremen)
Islay Living Cask, Scotch Blended Malt Whisky (Cadenhead’s Whisky Market, Köln)
Adelphi’s Liddesdale 21 years, Scotch Single Malt Whisky (Rolf Kaspar GmbH, Essen)
Glenfiddich 18 years, Scotch Single Malt Whisky (Campari Deutschland, Oberhaching)
C&S Speyside 22 years, Scotch Single Cask Whisky (Wine & Spirit Partner, Meckenheim)

11 Silbermedaillen wurden für folgende Produkte vergeben:
Black Corbie, Tullibardine 2003, Scotch Single Cask Whisky (Rolf Kaspar GmbH, Essen)
Spirit of Caledonia, Deanston 1997, Scotch Single Cask Whisky (mr.whisky, Eschborn)
Powers John’s Lane Release 12 years, Irish Whiskey (Irisch Lifestyle, Erding)
The Balvenie, Carribean Cask, 14 years, Scotch Single Malt (Campari Deutschland, Oberhaching)
Adelphi’s Fascadale, 14 years, Scotch Single Malt Whisky (Rolf Kaspar GmbH, Essen)
Wild Turkey 101, Kentucky Straight Bourbon Whiskey (Campari Deutschland, Oberhaching)
Chivas Regal, 12 years, Scotch Blended Whisky (Pernod Ricard Deutschland, Köln)
Glen Grant, 16 years, Scotch Single Malt Whisky (Campari Deutschland, Oberhaching)
Glenfiddich, 12 years, Scotch Single MaltWhisky (Campari Deutschland, Oberhaching)
Redbreast, 12 years, Irish Pure Pot Still Whiskey (Irisch Lifestyle, Erding)
Aureum 1865, dist. 2008, Deutscher Single Malt Whisky (Brennerei Ziegler, Freundenberg)

14 Bronzemedaillen wurden für folgende Produkte vergeben:
Glenglassaugh Torfa, Scotch Single Malt Whisky (Wine & Spirit Partner, Meckenheim)
Glenmorangie Lasanta, 12 years, Scotch Single Malt Whisky (Moët Hennessy Deutschl., München)
Yellow Spot, 12 years, Irish Pure Pot Still Whiskey (Irisch Lifestyle, Erding)
Glenglassaugh Revival, Scotch Single Malt Whisky (Wine & Spirit Partner, Meckenheim)
Tullamore Dew, 10 years, Irish Single Malt Whiskey (Campari Deutschland, Oberhaching)
Tomatin Cù Bòcan, Scotch Single Malt Whisky (Irisch Lifestyle, Erding)
A.D. Rattray Cask Islay, Scotch Single Malt Whisky (Alba-Import, Nottensdorf)
Aureum 1865, Grave Digger, 6 years, Deutscher Whisky (Brennerei Ziegler, Freundenberg)
Writer’s Tears, Irish Pot Still Whiskey (Bremer Spirituosen Contor, Bremen)
Brigantia, Deutscher Single Malt Whisky (1. Bodensee Whisky Destillerie Steinhauser, Kressbronn)
Slyrs Amontillado Finish, Deutscher Single Malt Whisky (Slyrs Destillerie, Schliersee)
E. Pepper 1776, Straight Rye Whiskey (Sierra Madre Trend Food Gmbh, Hagen)
De Cavo, fassgelagert, Deutscher Single Malt (Märkische Spezialitätenbrennerei, Hagen)

Der C2C Spirits Cup soll im Herbst 2015 fortgesetzt werden. Voraussichtlich werden dann an
wesentlich mehr Standorten als in diesem Jahr, sowohl Whisk(e)y als auch R(h)um von
Konsumenten bewertet.

Foto: MargareteMarie

Weitere Informationen zum ersten Verbraucherwettbewerb für Spirituosen erhalten Sie hier:
C2C Spirits Cup
Julia Nourney
Mainstraße 11 A
D - 61440 Oberursel
Tel. + 49 – (0) 61 71 / 27 92 21
Mobil + 49 – (0) 172 / 88 60 970
Email: info@spirits-cup.org
Web: www.spirits-cup.org

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Bladnoch oder die Trauer eines Importeurs

Seit Monaten steht fest: die Brennerei Bladnoch in den schottischen Lowlands soll verkauft werden. Doch das Verfahren stockt, die Gerüchteküche brodelt. 

Vor ein paar Tagen habe ich mit Dietmar Schulz, der "zweiten Hälfte" von Alba und deutscher Importeur von Bladnoch, über das traurige Ende einer spannenden Ära gesprochen.
 

In drei Jahren könnte die Brennerei Bladnoch ihren 200jähriges Jubiläum feiern. Doch ob es bis dahin etwas zu feiern gibt,  steht derzeit in den Sternen, das Schicksal der südlichsten aller schottischen Brennereien ist wieder einmal  mehr als ungewiß.

Dabei hatte alles doch so hoffnungsvoll begonnen. Als Raymond und Colin Armstrong 1994 die Brennerei nach einjähriger Stilllegung von Diageo übernahmen, sah der Kaufvertrag noch eine Sperrklausel vor. Zwar durften die Brüder die Immobilie nach eigenen Plänen nutzen, doch die Produktion von Whisky  war zunächst nicht gestattet. 6 Jahre dauerte das zähe Ringen mit dem Getränke-Giganten, ehe Diageo nachgab und schrittweise die Produktion wieder zuließ. Als im Dezember 2000 endlich wieder der erste New Make floss, waren alle Beteiligten vom Erfolg überzeugt.

Langsam füllten sich die leeren Lagerhallen bei Bladnoch wieder. Zeitgleich mit dem Neuanfang kaufte der neue Besitzer auch alte Fässer von Bladnoch zurück, die zusammen mit neu befüllten Fässern in einem der 11 Lagerhäuser deponiert wurden. Die übrigen Lager wurden an andere Destillerien vermietet und sicherten der noch jungen Firma das Überleben in den Anfangsjahren, ehe ab 2008 Abfüllungen aus eigener Produktion auf den Markt kamen. Ab 2002 wurde regelmäßig produziert, 2009 betrug die Jahresproduktion schließlich stolze 200.000 Liter Alkohol.

Heute, 14 Jahre später, sieht die Welt in Bladnoch ganz anders aus, die Beteiligten haben sich hoffnungslos zerstritten. Denn die vier Anteilseigner, Raymond, Colins und ihre Ehefrauen, halten jeweils 25% der Aktien. Was auf den ersten Blick gerecht und fair erscheint, ist betriebswirtschaftlich eine Katastrophe. Denn es gibt keine Mehrheit. Wird man sich bei wichtigen Entscheidungen nicht einig, entsteht eine Politik der Blockade. Notwendige Schritte können nicht unternommen werden, und am Ende steht das Aus. Seit 2010 wird in Bladnoch nicht mehr gebrannt.



Wenn man mit Dietmar über Bladnoch redet, merkt man schnell, wie sehr ihn die ganze Entwicklung persönlich bewegt und  schmerzt. Bladnoch war eines seiner Babys. Die Brennerei hat wunderbar in das Portfolio von Alba Import gepasst, das sich auf unabhängige Abfüller und private Brennereien spezialisiert hat. Denn Dietmar und seine Frau Corinna sind Importeure aus Leidenschaft, die ihren Job nicht nur lieben, sondern auch leben.

Mindestens ein oder zwei mal im Jahr haben sie die Brennerei besucht, und sich ihre Fässer ausgesucht. Im Grunde waren ihre Abfüllungen fast immer Einzelfass-Abfüllungen. Doch damit ist jetzt Schluss. Die Firma Co-Ordinated Development Services, der Bladnoch rechtlich  gehört, befindet sich seit dem 10. März 2014 in der Liquidation. Beauftragt mit der Abwicklung des Verkaufs wurde Joseph Luke Charleton (Ernst & Young).

Seither haben die Gesellschafter keinerlei Zugriff mehr auf die eigenen Fässer. Seit Frühjahr darf nichts mehr abgefüllt werden, und es gibt mittlerweile auch keinen "Bottled Stock" mehr.  Die letzten verfügbaren Original-Abfüllungen von Bladnoch befinden sich derzeit im Zolllager von Alba: etwa 60 Flaschen der "Distiller's Choice" und etwa 40 Flaschen der  11 Jahre alten Abfüllung. Das Ende ist absehbar.



Als möglicher Käufer wird derzeit die indische Mittal-Group gehandelt, die in der Vergangenheit durch schlechte Arbeitsbedingungen und tödliche Unfälle in ihren Bergwerken in die negativen Schlagzeilen geriet. Die Politik der Blockade geht jedoch weiter, seit Monaten gibt es keinerlei Bewegung in der Verkaufsabwicklung.

Doch egal, wer letztendlich Bladnoch übernehmen wird, für Dietmar Schulz steht fest, dass die Ära Bladnoch für ihn mit dem Verkauf zu Ende gehen wird. Eine Zusammenarbeit mit einem Konzern kann er sich einfach nicht vorstellen.

Und schon längst hat er neue Pläne, um den Verlust von Bladnoch zu kompensieren. Am 30.11. 2014 wird in der Nähe des legendären Golf-Ortes St. Andrews die neue Kingsbarns Distillery offiziell eröffnet, und ihr Whisky  wird sehr wahrscheinlich in Zukunft das Portfolio von Alba bereichern. Der New Make von Kingsbarns soll jedenfalls schon im nächsten Jahr erhältlich sein.

Auch in Glasgow wird am Ufer des River Clyde eine neue Micro-Brennerei den Betrieb aufnehmen. Das Projekt wurde vom Besitzer der A.D. Rattray Company, Tim Morrison, auf den Weg gebracht. Der erste Spatenstich ist noch in diesem Jahr geplant, ab 2015 soll in der neuen Glasgow Distillery der erste New Make fließen. Die Augen von Dietmar leuchten schon wieder, als er von diesen Zukunfts-Projekten spricht, denn  auch diese Brennerei würde gut in das Konzept von Alba passen.

Ein ganz besonderes Fass haben Dietmar und Corinna aber noch beiseite legen können: Ein 22 Jahre alter Bladnoch. Es hätte eine schöne Abfüllung für die 200-Jahr-Feier werden können. Es ist anders gekommen. Das letzte Fass, das Diemar und Corinna für Bladnoch abfüllen werden, wird dem Abschied gewidmet sein.


Dienstag, 21. Oktober 2014

Aquavitae 2014. Die neuen Trends

Vergangenes Wochenende fanden gleich drei Whisky- und Spirituosen-Messen in Deutschland statt: die Aquavitae in Mülheim, die Finest Spirits & Beer Convention in Bochum und die Whisky & Lifestyle in München. 
Ich habe mich auch in diesem Jahr  für die Aquavitae entschieden und mich nach den Neuigkeiten und aktuellen Trends im Bereich des schottischen Single Malt  umgeschaut.
 
Foto: MargareteMarie

Trend 1: NAS-Whiskys


Bei den Original-Abfüllern ist der Trend zu Whiskys ohne Altersangabe (No-Age-Statement) ungebrochen und gewinnt zunehmend an Fahrt. Das freie Spiel mit Farben und Aromen macht Spaß und hat das Whisky-Segment deutlich erweitert. Vor allem im Einsteiger-Bereich finden sich mittlerweile auch gute und günstige Abfüllungen, die überwiegend ein neues, jüngeres Publikum ansprechen sollen. Typische Vertreter sind beispielsweise die unterschiedlichen Singleton-Varianten  Sunray, Tailfire und Cascade von Diageo.



Trend 2: Small Batch


Auch im höher-preisigen Segment finden sich interessante NAS-Abfüllungen, die meist als "Small Batch" angeboten werden, wie etwa der Klassiker Aberlour A'bunadh, oder auch der neue Glenlivet Nàdurra Oloroso, der seit kurzem auf dem Markt ist.

Die fehlende Altersangabe wird in diesem Segment oft durch den Zusatz "First Fill" kompensiert, was dem Kunden signalisieren soll, dass nur erstbefüllte Fässer mit hoher Aromenfülle zum Einsatz kamen. Dennoch hat dieser Bereich es derzeit wohl am schwersten, denn viele Kunden begegnen der fehlenden Alterangabe bei gleichzeitig steigenden Preisen eher mit Mißtrauen.





Trend 3: Alte Whiskys


Reife, "erwachsene" Whiskys, die länger als 18 Jahre im Fass verbracht haben, finden zunehmend Interesse bei einem breiten Publikum. Die Produzenten haben zwar auf die gestiegene Nachfrage reagiert, doch wurde gerade hier besonders stark an der Preisschraube gedreht.

 

Während viele Original-Abfüller derzeit schwindende Lagerbestände fürchten, sieht die Lage bei den unabhängigen Abfüllern noch anders aus. Sie verfügen oft über gute Lagerbestände aus den verschiedensten Brennereien und über ausgezeichnete Kontakte zu Whisky-Brokern. Da sie ihre Abfüllungen meist als Single-Cask oder Small Batch auf den Markt bringen, können sie flexibler reagieren als die Original-Abfüller. Bekannte Firmen wie Gordon & Macphail, Cadenhead oder Adelphi bieten eine ausgezeichnete Auswahl an alten Whiskys zu (noch) erschwinglichen Preisen. Auch bei vielen kleineren Abfüllern lassen sich derzeit noch viele interessante, alte Whiskys finden.



Allerdings ist hier auch Vorsicht geboten: das Angebot ist groß, die Qualität unterschiedlich. Blind-Käufe können hier schnell zu enttäuschenden Überraschungen führen.



Ein Messe-Besuch mit Verkostungs-Möglichkeiten bietet deshalb eine perfekte Gelegenheit, die "Sahnehäubchen" unter der Vielzahl der Abfüllungen zu finden. Das Angebot an höherpreisigen Einzelfass- und Small-Batch-Abfüllungen ist bei den unabhängigen Abfüllern derzeit recht beachtlich, und so manche gute Flasche wartet nur darauf, entdeckt zu werden. Man sollte auf jeden Fall Geduld mitbringen.



Trend 4: Blended Malts


Es ist ein bißchen wie bei Marmelade: Erdbeer-Marmelade ist toll. Rhabarber-Marmelade auch. Erdbeer-Rhabarber-Kirsch ist aber ganz was anderes.  Auch wenn Puristen darüber immer noch  die Nase rümpfen:  blended Malts werden immer beliebter, denn sie bieten oft ganz erstaunliche Geschmackserlebnisse und stellen eine interessante Alternative zum herkömmlichen Single Malt dar. 

Marken wie Big Peat und Monkey Shoulder gehören ja schon zu den Klassikern. Nachdem Douglas Laing bereits im vergangenen Jahr erfolgreich  Scallywag herausbrachte, hat er jetzt mit Timorous Beastie seine Produktpalette in diesem Segment erweitert. Auch die Lost Distillery Company hat zwei weitere Abfüllungen auf den Markt gebracht.  Neu bei  Compass Box sind The Lost Blend und Great King Street.





Trend 5: Die Sub-Kultur


In Deutschland existiert eine kleine, aber sehr lebendige und kenntnisreiche Whisky-Szene, deren Mitglieder dank ihrer ausgedehnten Reisen nach Schottland sowie den modernen Kommunikations-Systemen ausgezeichnet vernetzt sind und über viele gute Kontakte verfügen.

Inzwischen finden immer wieder einzelne Fässer ganz abseits der offiziellen Vertriebsstrukturen ihren Weg nach Deutschland, um als Single-Cask, Half-Cask oder sogar als Third-Cask abgefüllt zu werden. Diese Abfüllungen sind natürlich absolut legal, bewegen sich aber meist außerhalb der herkömmlichen Handelswege. Wer sich für solche anarchistischen Abfüllungen und Kleinst-Label interessiert, sollte in den einschlägigen Whisky-Foren recherchieren.

Das Cutty-Sark-Whisky-Forum ist auf der Aquavitae auch mit einem eigenen Stand vertreten, und verleiht einen eigenen Pokal.  Die Messe bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, Mitglieder des Forums einmal  persönlich kennen zu lernen. 




Trend 6: Der verpasste Trend


Die zunehmende Anzahl an Abfüllungen, die speziell für den Duty-Free- bzw. Travel-Retail-Bereich kreiert werden, blieben mir auf der Messe naturgemäß erspart. Fast hätte ich gesagt "Zum Glück";-)


Trend 7: Der Tomorrow-Whisky


Außerdem hatte ich auf der  Aquavitae in diesem Jahr die Gelegenheit, einen Trend zu entdecken, der derzeit noch gar keiner ist. Doch in naher Zukunft werden viele neu gegründete Brennereien in Schottland die Produktion aufnehmen bzw. haben bereits damit begonnen. In den nächsten Jahren werden wir also auch ganz neue Whiskys entdecken können, die es bisher noch gar nicht gab,  und mit ein bißchen Glück kann man auch den entsprechenden New Make finden.


Mark Giesler, stellvertretender Distillery Manager bei der neu gegründeten Ardnamurchan Distillery, hat den New Make in seiner Präsentation  über die Brennerei auch dabei gehabt. Leider werden wir uns noch mindestens 8 oder 10 Jahre gedulden müssen, bis die ersten regulären Abfüllungen auf den Markt kommen. Doch davon später mehr.

Auch die Kingsbarns Distillery wird noch in diesem Jahr die Produktion aufnehmen und mit etwas Glück wird der New Make von Kingsbarns im nächsten Jahr ebenfalls den Weg nach Mülheim finden.


Trend 8: Pink Power


Und noch einen Trend konnte ich beobachten, der mich persönlich sehr gefreut hat: wenn es um Whisky geht, werden Frauen immer mutiger. Über das Treiben der "Sharing Angels" werde ich  demnächst noch in einem eigenen Blogeintrag berichten. Nur soviel sei jetzt schon verraten: wir haben sehr viel Spaß gehabt;-) Slainté!


Mittwoch, 15. Oktober 2014

Glenmorangie Taghta. So gut wie damals.

Über ein Jahr habe ich auf ihn warten müssen, jetzt ist er endlich da: Glenmorangie Taghta, der Sieger aus dem Cask Masters Programme von Glenmorangie.
In mehr als 30 Ländern hatten Whisky-Fans auf der ganzen Welt diesem Glenmorangie aus dem Manzanilla-Fass ihre Stimme gegeben. So viele Menschen können nicht irren, oder? 
 
foto: margaretemarie


Das Cask Masters Programme von Glenmorangie ist für mich eines der interessantesten Marketing-Konzepte des vergangenen Jahres, und es hat mir Spaß gemacht, daran teilzunehmen. Über die genauen Hintergründe dieses Programms hatte ich ja bereits [hier] berichtet.

Als Dr. Bill Lumsden, "Chefnase" bei Glenmorangie und Ardbeg, im vergangenen Jahr in Frankfurt zu Besuch war, hatte ich ihn im Rahmen meines Ardbog-Interviews auch nach dem Taghta gefragt. Hier ist noch einmal die betreffende Passage:


"MM: Es ist interessant, dass Sie die salzige Note der Manzanilla-Fässer erwähnen. Auch bei Glenmorangie, ihrer zweiten Brennerei, wird derzeit viel über Manzanilla-Fässer gesprochen. Es fällt mir schwer, mir einen Glenmorangie mit einer Salznote vorzustellen.
   
Dr. Bill:  Bei Glenmorangie haben wir sozusagen den Gegenpart. Die Manzanilla-Fässer für Glenmorangie habe ich ungefähr zur gleichen Zeit gekauft wie jene für Ardbeg, vor etwa 10 Jahren. Ich habe allerdings reifen Whisky hineingegeben, es war eher als ein Experiment gedacht. Sie haben wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Cask-Masters-Programme davon gehört. Es ist meine Lieblings-Variante, weil dieser Whisky so ganz anders ist. Vielleicht nicht der schönste Glenmorangie, den ich jemals gemacht habe, aber ganz anders und interessant."


Vor ein paar Tagen war es dann so weit, der Glenmorangie Taghta ist endlich im Verkauf offiziell erhältlich. Hier meine Tasting-Notes:

Glenmorangie Taghta, Manzanilla-Finish, 12.000 Flaschen, 46%



Pressefoto

Farbe: 

altes Kupfer

Aroma: 

Er beginnt relativ "hell", mit Aromen von Malz, Apfelkompott, eingeweckte Birnen, Karamell, Zuckerrübensirup und Zitrone. Doch nach einer Weile verändert er sich, er wird immer "dunkler" und kräftiger, die Sherry-Noten treten stärker in den Vordergrund, es riecht nach getoasteter Eiche, Oliven, kandierten Orangen und Gewürzen, und man denkt unwillkürlich an Mahagoni-Holz.

Geschmack:

Er ist nur wenig süß, fast salzig und herb. Im Mund ist er  leicht ölig und nussig, aber mit  Biss. Der kräftige Antritt passt gut zu den herben Aromen im Glas, er ist insgesamt sehr vollmundig, dicht und rund. Ein paar Tropfen Wasser lassen ihn noch fülliger werden. Sehr harmonisch. Wenig Holz, viel Leder.

Nachklang:

etwas kurz, er verschwindet schnell hinter der Kehle.

Fazit:

Der Taghta hat uns  beeindruckt. Die lange Nachreifung in Manzanilla-Fässern zeigt uns einen  Glenmorangie von einer ganz anderen Seite. Er fängt leicht und harmlos an, doch er entwickelt sich zusehends im Glas. Man sollte sich Zeit für ihn nehmen. Die kindliche Leichtigkeit eines Sonntagnachmittags bei Oma im Garten, die den Taghta zu Beginn kennzeichnete,  ist bald verschwunden,  und  am Ende ist ein ernstzunehmender Tropfen mit viel Charakter im Glas.


Wir vergleichen ihn schließlich mit einem jungen Mann, der seine Kindheit hinter sich gelassen hat, in die Stadt gezogen  ist und maßgeschneiderte Anzüge trägt. Und am Wochenende fährt er manchmal  mit seinem Jaguar XF in ein Haus am Meer, und es gibt Omas Klöße, so wie damals.

Er ist ein reifer Herbstwhisky, und passt bestimmt gut zu kräftigen Speisen wie Sauerbraten und selbstgemachten Klößen nach Omas Rezept. Oder auch zu Serrano-Schinken und eingelegten Oliven.

Auch dieser Glenmorangie ist ein moderner NAS-Whisky, und über sein Alter kann man nur spekulieren. Doch er gehört zur gehobenen Klasse und man kann ihn getrost auf den Tisch stellen, wenn gute Freunde kommen. Oder einfach selber trinken. Die Flasche wird so oder so viel zu schnell leer sein.

Punkte: 8.9 von 10



foto: margaretemarie

Mehr zum Thema:


Glenmorangie Taghta: Lehrstück zwischen Demokratie und Marketing

Auf der Suche nach Perfektion. Glenmorangie und die British Open.

Dream Dram für den besonderen Moment: Glenmorangie Quarter Century

Sonntag, 12. Oktober 2014

Malt oder Grain: zwei Raritäten aus dem Hinterzimmer

Kaum jemand kennt heute noch die Brennerei North of Scotland. Nur wenig mehr als zwei Jahrzehnte war sie in Produktion, ehe sie 1980 für immer schloss. Abfüllungen von North of Scotland sind mittlerweile sehr alt und sehr selten. 

Und deshalb sind sie genau das richtige für Uwe Wagmüller. Der Liebhaber von schönen Etiketten und Inhaber eines Whisky-Ladens in Berlin ist Spezialist für seltene Abfüllungen und Whisky-Raritäten. 

 
 
foto: margaretemarie
Auch als Abfüller von ungewöhnlichen Fässern hat er sich inzwischen einen Namen gemacht, und sein Ladengeschäft "Finest Whisky" in der Winterfeldtstraße ist ein El Dorado für Liebhaber alter Whiskys geworden.

foto: margaretemarie
In seinem berühmten Berliner Hinterzimmer habe ich zwei ganz besondere Schätze entdeckt und zusammen mit Marco, Whiskyfan und Teilnehmer der illustren Berliner "Loft-Tage", verkostet.


Berliner Loft-Tage.  foto: margaretemarie


North of Scotland, Single Grain, 1970-2012, 42 Jahre,  cask 5,  146/234 Fl., 47.1%


1958 wurde die Brennerei unter dem Namen Strathmore auf dem Gelände einer ehemaligen Bierbrauerei gegründet. Ursprünglich war die Anlage als Malt-Brennerei konzipiert, doch eine Besonderheit war, dass die gemälzte Gerste in einer Coffey-Still gebrannt wurde.

Nach nur zwei Jahren ging man jedoch zur Grain Destillation über und änderte auch den Namen. Bereits 1980 wurde die Brennerei geschlossen und 1993 abgerissen. Die Lagerhäuser blieben jedoch erhalten und befinden sich inzwischen im Besitz von Diageo. Abfüllungen von North of Scotland findet man heute nur sehr selten.

Die Abfüllung von Finest Whisky stammt aus dem Jahr 2012, und insgesamt ergab das Fass 234 Flaschen. Das Etikett nach einem Motiv von Carl Spitzweg verdient ganz besondere Aufmerksamkeit: die Anspielungen auf Uwe, einen Köpeniker Getränke-Handel  und eine berühmte Whisky-Persönlichkeit aus dem Elsaß sind unübersehbar:-)


foto: margaretemarie

Farbe:

gold-gelb

Aroma:

schon der erste Eindruck bringt eine große Überraschung: das Aroma erinnert sehr stark an einen tollen Bourbon oder auch an einen erstklassigen Rum. Lösungsmittel, Dillgurke, eine sehr angenehme Honig-Süße, Blütenduft, Rum-Rosinen, Marzipan, leichte Vanille. Für sein Alter überraschend wenig Holz.

Geschmack:

immer noch die Rum-Rosinen, aber jetzt zeigt sich auch das Alter. Viel Holz, Tabak, Leder, Pflaumen  und Bittermandel. Die Süße ist komplett verschwunden, er ist würzig, dunkel und sehr trocken. Dennoch sehr süffig. Im Vergleich zu Malt Whisky ist er allerdings eher schlicht und schlank.

Nachklang:

lang, angenehm und wärmend. 

Fazit:

Dieser North of Scotland ist rund, harmonisch und nicht mehr reproduzierbar. Denn er entstand noch ganz in Handarbeit. Er ist ein Gruß aus der Vergangenheit, als es noch keine Computer gab. Mich erinnert dieser Grain-Whisky  an eine alte, gut erhaltene  S-Klasse: edel, stilvoll, beeindruckend,  und  ohne die modernen Extras.  Er hat ganz große Klasse und lässt sich super fahren. Aber ohne Sitzheizung und Navigator. Ein toller Whisky für Liebhaber und Kenner.

Punkte: 9.3 von 10 (Grain)


foto: margaretemarie


Glen Keith, Single Malt, 1991-2013, Bourbon Cask,  34/78 Fl.,  22 Jahre, 47.8%



Die Abfüllungen von Uwe tragen oft Etiketten mit einem persönlichen Bezug. Eine ganz besondere Serie ist seinem Tasting-Room gewidmet - dem Hinterzimmer seines Ladens, in dem die sogenannte "Hinterzimmer-Bande" besonders gern zusammen kommt. Ein Mitglied dieser Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, besondere Ereignisse in Comic-Form festzuhalten. Seine Zeichnungen bilden die Grundlage der Reihe "Stories aus dem Hinterzimmer".



foto: margaretemarie

Folge 1 war einem Littlemill und der Frage nach der Relativität von Zeit gewidmet. Folge 2  behandelt Glück, Unglück und die Kunst des Überlebens und ist sinnigerweise mit einem Glen Keith gefüllt. Denn ebenso wie Uwe hat die Speyside-Brennerei in Besitz von Pernod-Ricard  ihr Ende vor Augen gehabt. Und hat knapp überlebt. Nach 14 Jahren Stillstand  wurde im April 2013 die Produktion in Glen Keith wieder aufgenommen.

foto: margaretemarie

Farbe:

sattes Weißweingelb

Aroma:

Man muss etwas leise reden, damit man diesen Glen Keith auch hört, denn er ist sehr dezent, zart, filigran, aber auch überraschend frisch und junggeblieben. Es dominieren Fruchtnoten von eingekochten Äpfeln und Birnen sowie zarter Blütenduft. Nichts sticht in der Nase, er ist sanft und angenehm harmonisch. Ein Whisky wie der Frühling, zart, mit leichter Honignote, weder alt noch muffig, sondern eher ein moderner Altbau, frisch, kompakt und dicht.

Geschmack:

erst jetzt wird das Alter erkennbar, er schmeckt dunkel und ölig, nach Leder und Tabak, die Fruchtnoten sind verschwunden, statt dessen zeigt sich eine kräutrige Würze.

Nachklang:

nicht sehr lang, aber nachhaltig, er strahlt noch lange in die Kehle und im Mundraum aus. 

Fazit:

Ein  eleganter, drahtiger Single Malt, mit klassischer Eleganz, ein Chesterfield-Sofa im modernisierten Altbau. Oder auch eine elegante ältere Dame mit Stil, die sich ihren jugendlichen Charme erhalten hat und immer noch Männer zu begeistern weiß. Old School. Ein Whisky für ruhige Momente.

Punkte:  8.9 von 10 (Malt)


mehr zum Thema:


Botschaften aus dem Hinterzimmer: Ardbeg eröffnet neue Embassy in Berlin

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Whiskey zwischen Betrug und Marketing: Der Fall Templeton

Die amerikanische Firma Templeton Rye Spirits LLC. steht seit kurzem  wegen irreführender Marketing-Praktiken vor Gericht. 

Für Templeton steht dabei viel auf  dem Spiel: ein Kernpunkt des Rechtsstreits ist die Frage, ob die Konsumenten bisher zu viel für  Templeton Rye Whiskey bezahlt haben.

Jetzt haben die  Firmen-Gründer Keith Kerkhoff und Scott Bush zur Verteidung den Schritt in die Öffentlichkeit gewagt. Doch ihre Argumente sind alles andere als beruhigend. 
 
Foto: margaretemarie



Dienstag, 7. Oktober 2014

Botschaften aus dem "Hinterzimmer": Neue Ardbeg Embassy in Berlin eröffnet

Es hat lange gedauert, doch jetzt ist es endlich so weit: Nach München, Bonn und Frankfurt wird ab dieser Woche auch die Landeshauptstadt eine Ardbeg Embassy vorweisen können. 

Am Donnerstag wird die Eröffnung mit einem großen Straßenfest gefeiert, und  Distillery Manager Mickey Heads wird mit dabei sein. 

Unter Whisky-Kennern ist die Adresse in Schöneberg längst bekannt: denn die neue Ardbeg Embassy bezieht das wohl berühmteste Hinterzimmer von Berlin.
 
Foto: margaretemarie

Sonntag, 5. Oktober 2014

Whisky-Blogger: Jan van den Ende - Best Shot Whisky Reviews

Jan kenne ich fast genauso lange wie ich Marcus kenne - wenn auch nicht persönlich. 
Denn wenn Marcus "Whiskycuse" eine Verkostungsnotiz veröffentlicht, lässt der Kommentar von Jan meist nicht lange auf sich warten. 
Ich bin in diesem Bunde die lachende Dritte, denn ich bekomme so die Meinung von beiden.

Doch Jan hat auch seinen eigenen Whisky-Blog.

 
http://3.bp.blogspot.com/-tjZqpgDSm7Q/U9RjJklWbfI/AAAAAAAAHuE/z68_2hofal4/s1600/*
Seit 2011 schreibt er in englischer Sprache auf der anderen Seite der Welt regelmäßig über Malts and Blends. Sein Blog "Best Shot Whisky Reviews" wurde 2014 von den Herausgebern des Malt Whisky Yearbook  als einer der besonders lesenswerten Whisky-Blogs gelistet.



Mittwoch, 1. Oktober 2014

Auch spucken will gelernt sein: Der C2C Spirits Cup

Blindverkostungen sind eine Herausforderung. 22 Whiskys in vier Stunden zu verkosten ebenfalls. Beides zusammen ist eine unglaubliche Erfahrung, die sich einem Whisky-Genießer nur selten bietet. Beim  "C2C-Spirits-Cup" in Frankfurt war mir eine solche Erfahrung vergönnt. Und hat mir einen ganz neuen Blickwinkel auf die Arbeit der Profis geöffnet.
 

Foto: margaretemarie

Montag, 29. September 2014

Die Wucht im Glas: Kilchoman European Road Tour

Etwa 5.500 Fässer lagern derzeit bei Kilchoman, der kleinsten Brennerei auf der schottischen Insel Islay. Sechs davon wurden anlässlich der Kilchoman European Road Tour für eine streng limitierte Sonder-Edition ausgewählt und in Fassstärke abgefüllt: nur 1.518 Flaschen gibt es von der  Machir Bay Caskstrength Road Edition mit 59.2%.
 

Bei ihrem Tour-Aufenthalt in Gießen hatte ich Gelegenheit, mit den Söhnen des Eigentümers, James und Peter Wills, über Kilchoman zu plaudern und diese besondere Tour-Abfüllung  zu probieren. Doch der eigentliche Star des Abends war eine andere Abfüllung: der neue  Kilchoman Port Cask Matured, der in den nächsten Tagen auch in Deutschland erhältlich sein wird.

Kilchoman Port Cask  Matured.            Foto: Rainer Battefeld