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"Wash your mouth" - Jim Murray auf Tasting Tour in Deutschland

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Gibt es eine perfekte Methode, wie man Whisky verkosten sollte? Jim Murray ist davon überzeugt. Auf seiner kleinen Tasting Tour in Deutschland hat der charismatische "Whisky-Papst" die Wirkung der "Murray Method" mit Hilfe der Whiskys von Penderyn demonstriert.
Und vielleicht führt diese Methode ja tatsächlich zu den perfekten Tasting-Notes.



Ich war schon ganz schön aufgeregt, als ich vor kurzem nach Mömbris fuhr. Denn im Feingeist REWE Getränkemarkt von Kornelius Golbik sollte ein Penderyn-Tasting mit Jim Murray stattfinden. Andrea Caminneci vom deutschen Importeur Schlumberger hatte mich dazu eingeladen und ich hatte die Möglichkeit, mit dem berühmtesten Whisky-Kritiker der Welt auch ein Interview zu führen.

Für die meisten von euch ist Jim Murray sicherlich kein Unbekannter. Alljährlich hält er die Whisky-Welt mit seiner "Whisky-Bibel" in Atem, wenn er den "weltbesten Whisky" bekannt gibt und hunderte von Abfüllungen mit Punkten benotet.

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"Ändern werde ich mich nie." Interview mit Jim Murray, Whisky-Autor

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Jim Murray ist zweifelsfrei der bekannteste Whisky-Experte der Welt. Und wahrscheinlich auch der umstrittenste. Während seiner dreitägigen Deutschland-Tour in diesem Sommer hatte ich endlich die Gelegenheit, mich mit dem Autor der berühmt-berüchtigten "Whisky-Bibel" zu unterhalten.




MM:Jim, Sie sind einer der berühmtesten Whisky-Kritiker der Welt....
Jim: Einer der berühmtesten???
MM:Nun ja, Frauen tendieren immer zur Bescheidenheit. Also sind wir mal unbescheiden: Sie sind der berühmteste Whisky-Kritiker der Welt. Ist das ein Fluch oder ein Segen?
Jim: Es ist beides. Wissen Sie, als ich vor 27 Jahren damit anfing, gab es so etwas wie einen professionellen Whisky-Autor gar nicht. Ich war damals Journalist, und ich gab diesen Job auf, um der erste, professionelle Whisky-Autor der Welt zu werden. Niemand hatte das zuvor getan. Als ich anfing mich für Whisky zu interessieren, war ich gar nicht so sehr der Kritiker. Die ersten 15 Jahre habe ich Whisky nicht bewertet, sondern nur bes…

The Bain's Experience. Ein Single Grain von der Südspitze Afrikas

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Ihr kennt Bain's noch nicht? Dann wird es aber höchste Zeit, das zu ändern. Andy Watts von der Südafrikanischen Sedgwick Distillery ist derzeit wieder in Deutschland unterwegs, um den Whisky von Afrikas Südspitze auch bei uns populär zu machen. In der IN-LIVE Cocktailschule Frankfurt hatte ich Gelegenheit, dieses Urgestein des südafrikanischen Whiskys zu treffen.


Wenn ich an die Südspitze von Afrika denke, fallen mir viele Dinge ein. Wale. Der Tafelberg. Antilopen-Steak. Weinberge. Shiraz. Pinotage. An Whisky denke ich beim Thema Südafrika eher selten. Doch auch auf dem schwarzen Kontinent wird bereits seit langem Whisky produziert, was eigentlich gar nicht so verwunderlich ist. Schließlich haben die Holländer und die Briten diesem Land bereits vor langer Zeit ihren Stempel aufgedrückt.

Dennoch ist Whisky aus Südafrika bei uns derzeit kaum zu haben, und der Grund ist ebenso einfach wie banal, wie uns Andy Watts in Frankfurt erklärt. Es liegt an der Flaschengröße. In Südafrika wird…

Zu Besuch in der Moonshine Distillery Limburg

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Wer sich für Whisky interessiert, kennt auch Limburg. Die Stadt ist durch ihre Whisky-Messe seit vielen Jahren als deutsches Mekka der Whisky-Nerds bekannt. Jetzt wird Limburg eine weitere Whisky-Attraktion erhalten: vor kurzem hat hier die Moonshine Distillery eröffnet, in der schon bald Single Malt Whisky im klassischen Pot-Still-Verfahren gebrannt und gelagert werden wird. Ich habe mich vor ein paar Tagen in der neuen Brennerei umgesehen.



Noch wirkt alles ein bißchen leer und provisorisch in der ehemaligen Kaffeerösterei am Rande der Limburger Altstadt, in die jetzt die neue Moonshine Distillery eingezogen ist. Sobald sich die Tür öffnet, steht man sogleich im geräumigen Verkostungs-Raum, in dem schon bald die Whisky-Fässer lagern sollen. Als ich ankomme, erwarten mich die Betreiber der Brennerei bereits. 

Natürlich will ich zu allererst das Herzstück der Brennerei sehen, und nur wenige Schritte um die raumtrennende Regalwand herum genügen, und schon stehe ich unmittelbar vor der …

St. Kilian: Deconstructing the "One"

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Seit einigen Wochen ist offiziell der erste Whisky von St. Kilian erhältlich. Für das Erstlingswerk "One" kamen fünf verschiedene Fassarten zum Einsatz. Dankenswerter weise habe ich von St. Kilian ein Sample-Set der einzelnen Fässer erhalten. Und natürlich war ich neugierig, welches dieser Fässer mir am besten gefalle würde. Ist das Kastanienfass tatsächlich das beste von allen?


Fünf verschiedene Fassarten kamen beim "One" zum Einsatz, und sie sind auch auf dem Etikett der Flasche aufgelistet:

Ex-Bourbon-Fass: 37%
Ex-Martinique Rum-Fass: 37%
Ex-Sherry-Fass: 18%
Ex-Bourbon Quarter Casks: 3%
Kastanienfass: 5%

Die Mischung klingt spannend, und ich war natürlich gespannt, welchem dieser Fässer ich wohl den Vorzug geben würde. Nehmen wir uns die einzelnen Samples also genauer unter die Lupe: 

1) Ex-Bourbon-Fass:

Farbe: helles Gelb

Aroma: Vanille kann ich kaum entdecken, grasige, und ölige Aromen bestimmen das Bild. Nur zögerlich brechen auch fruchtige Anklänge von Apriko…

BORCO feiert World of Whisky Festival

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Die Hamburger Firma BORCO hat am Wochenende zum ersten Mal das World of Whisky Festival im Museumshafen Oevelgönne ausgerichtet. Und bei traumhaftem Wetter einen perfekten Start hingelegt.


Ganz neu ist das Konzept ja nicht, die Firma Borco hat in der Vergangenheit bereits mehrmals das Jura Tastival in Oevelgönne durchgeführt, doch in diesem Jahr hat man zum ersten Mal das Festival inhaltlich ausgeweitet und auch andere Whiskys präsentiert, die zum Portfolio von Borco gehören.

Unter dem Motto "World of Whisky" waren  Whiskys aus den USA (Elijah Craig, Evan Williams, Heaven Hill), Japan (Nikka), Canada (Lot 40, J.P.Wiser's, Pike Creek), Irland (Teeling) und Schottland (Glengoyne, The Dalmore, Jura) erhältlich.

Weltreisen sind eine coole Sache, und da ich an dem Wochenende Zeit hatte, habe ich mich nur allzu gerne auf den Weg nach Hamburg gemacht. Als ich am Museumshafen ankam, schien die Sonne schon kräftig und das Wetter war perfekt. Ich war überrascht, wie klein das Fest…

SWA erweitert ihre Regularien

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Wie die Website scotchwhisky.com heute bekannt gab, hat die SWA (Scotch Whisky Association) die Regularien für die Fassreifung von schottischem Whisky erweitert. Schottische Whisky-Produzenten dürfen in Zukunft eine größere Auswahl an vorbelegten Fässern benutzen als dies bisher der Fall war.


Die Vorschriften des sogenannten Scotch Whisky Technical File wurden demnach erweitert, um den Produzenten mehr Flexibilität zu ermöglichen. In Zukunft dürfen auch Eichenfässer zum Einsatz kommen, die zuvor Wein ("still or fortified") und/oder Bier bzw. Ale und/oder Spirituosen enthalten haben. Weiterhin nicht zulässig sind Fässer, die zuvor  Wein, Bier und Spirituosen  enthalten haben, die aus Steinobst hergestellt wurden sowie Bier bzw. Ale und Spirituosen, denen Obst oder Aroma- bzw. Süßstoffe nach der Fermentation bzw. nach der Destillation zugesetzt wurden.

Damit ist es zukünftig möglich, auch solche Eichenfässer zu verwenden, die zuvor Tequila, Mezcal, Calvados, Cachaca, Sochu und…