Dienstag, 3. Februar 2015

Neu im Februar:




Glenmorangie präsentiert zum Jahresbeginn die sechste Edition der limitierten “Private Edition”, Glenmorangie Tusail. Im Mittelpunkt steht diesmal ein seltenes Getreide. Die Wintergerste „Maris Otter“ ist eine seltene,  fast vergessene Gerstensorte Schottlands. Für Glenmorangie Tùsail“ wurde eine kleine Menge dieser Gerste traditionell gemälzt, die Reifung erfolgte anschließend in Ex-Bourbon-Fässern. Das Ergebnis sind laut Pressemitteilung  „rustikale, reiche Aromen von Nusskaramell, süßem Gerstenmalz, Ingwer, Zimt, Melasse und Datteln,ergänzt von typischen Glenmorangie-Noten wie Pfirsiche, Orangen und geräucherten Birnen.
Glenmorangie Tùsail wird mit 46%Vol. Alkohol abgefüllt, ist nicht kühlgefiltert  und wird ab dem 19. Februar 2015 für ca. 80 Euro erhältlich sein.  Detaillierte Verkostungsnotizen folgen noch. 

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Bacardi bringt in diesen Tagen einen Aultmore 25 auf den Markt.  Nach Aultmore 12 und Aultmore 21 ist es bereits die dritte Abfüllung aus der Reihe “The Last Great Malts“.  Während der letztgenannte dem Travel Retail vorbehalten ist, werden der 12jährige sowie der 25jährige Aultmore zusätzlich auch in Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan, Russland, Schweden, Taiwan, Großbritannien, den und den USA im Fachhandel erhältlich sein.
Abgefüllt wurde  jeweils mit 46%. Der Ausgabepreis liegt derzeit bei etwa 300 GBP.
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Woodford Reserve Rye ist die neueste Kreation aus der traditionsreichen Brennerei in Kentucky. Master Distiller Chris Morris verwendete eine Rezeptur mit 55% Roggen, um die natürlichen, würzigen Aromen des klassischen Woodford Reserve zu betonen.
Dieser 7-8 Jahre alte Kentucky Straight Rye wird mit 45.2% Vol. Alkohol abgefüllt und ist vorerst nur auf dem amerikanischen Markt erhältlich.
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Aus der irischen Brennerei Cooley stammt der Kilbeggan 21. Der 21 Jahre alte Blended Pot Still Whisky reifte in ehemaligen Bourbon-, Port-, Madeira-, und Sherry-Fässern heran.
Abgefüllt wurde er mit 40%Vol., der Vertrieb erfolg über Beam-Suntory. Der Preis liegt bei etwa 100 Euro.
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Die Glasgow Distilling  Company kündigte im Januar eine  limitierten Serie von sehr alten  „Super-Premium-Whiskies“ an, die der griechischen Mythologie gewidmet sind. Den Auftakt macht „Prometheus“, ein 26 Jahre alter Speyside Single Malt, dessen genaue Herkunft nicht verraten wird. Sein Kennzeichen sind rauchige Aromen von getorftem Malz und florale Noten wie sie typisch sind für die Region. Liam Hughes, CEO der Glasgow Distillery Company, sagte dazu: “Prometheus 26 Year Old ist eine fantastische Erweiterung unseres Portfolios. Wir haben das Große Glück gehabt, solche besonderen Fässer erwerben zu können. Wir werden eine kleine Menge Anfang des Jahres 2015 herausbringen und den Rest zurückhalten und noch etwas weiter reifen lassen“. Offizielle Deutschland-Premiere wird während der Hanse-Spirit Hamburg sein. Abgefüllt wird mit 47%, die Preisempfehlung liegt bei ca. 480,-- Euro. 
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Gleich zwei neue Abfüllungen wird es bei Springbank geben: Der Springbank 17  Sherry Wood wird mit 52.3% abgefüllt. Die Ausgabe ist auf  9120 Flaschen limitiert. Der 12jährige Cask Strength Batch #10 ist mit 53.2% abgefüllt und in Sherry Casks und Bourbon Casks gelagert worden.

Sonntag, 1. Februar 2015

Whisky-Women: Das Tagebuch der Agnes Heatley Robertson


Die schottische Whisky-Geschichte ist oft die Geschichte von Männern. Heldenhaft, heroisch, mutig, ehrlich, weitsichtig, visionär. Die Geschichten von Frauen muss man hingegen meist erst mühsam suchen. 

Diese Geschichte handelt von Agnes Heatley Robertson. Wäre sie ein Mann gewesen, sie hätte gewiß viel erreicht. Doch 1859 sind für Frauen die meisten Türen noch verschlossen.  


Foto: MargareteMarie
Agnes heiratet den Wein- und Spirituosenhändler William Alexander Robertson. Frauen sollen damals ihre Unsterblichkeit in der Familie finden.  Ihre Enkelinnen werden einen anderen Weg gehen: sie gründen viele Jahrzehnte später die berühmte Firma Edrington.


Donnerstag, 29. Januar 2015

Tasting Notes: Ein Hauch von Rauch. Glen Keith, 21.

Glen Keith wurde erst 1958 gegründet, doch von 1999 bis 2013 ruhte die Produktion. 

Vor zwei Jahren wurde die Speyside-Brennerei  im Besitz von Chivas Brothers Ltd. wieder eröffnet. Unabhängige Abfüllungen tauchen seither immer wieder auf.

Diesen 21 Jahre alten Glen Keith habe ich vor einiger Zeit  bei Wajos gefunden. Und dabei eine Besonderheit entdeckt...

 



Mittwoch, 28. Januar 2015

The Macallan: Whisky zwischen Kunst, Kultur und Kommerz. Letzter Teil.

Innerhalb weniger Jahre hat die schottische Edrington Group den Single Malt von  The Macallan mit spektakulären  Marketing-Kampagnen zu einer Luxus-Marke ausgebaut, die vor allem auf  den asiatischen und nordamerikanischen Märkten großartige Erfolge feiert.

Gleichzeitig hat sich der Konzern von einer kleinen, familiengeführten Firma zu einem selbstbewußten, mächtigen Global Player entwickelt. 

Die Fans in Deutschland sehen die Entwicklung eher mit Sorge. Wie soll es weitergehen mit der Vorzeige-Brennerei in der schottischen Speyside?
 
"ice-ball maker"    Foto: MargareteMarie


Montag, 26. Januar 2015

The Macallan. Whisky zwischen Kunst, Kultur und Kommerz. Teil III

Teure Flaschen. Schicke Labels. Hippe Events. Wenn The Macallan eine neue Abfüllung auf den Markt bringt, rauscht und raunt es gewaltig in der Whisky-Szene. Und überschwängliche Begeisterung prallt auf bösen Spott und harte Kritik.

Keine andere Brennerei hat so radikal die Wandlung zur Luxus-Marke vollzogen wie The Macallan. 

Der Blick auf den Kern des Unternehmens bleibt jedoch für die meisten verborgen. Denn die Entscheidungsträger agieren meist fernab vom Rampenlicht.


Samstag, 24. Januar 2015

The Macallan: Whisky zwischen Kunst, Kultur und Kommerz. Teil II.

The Macallan ist in vielerlei Hinsicht eine Ausnahme-Erscheinung, und die Marketing-Abteilung der Brennerei wirft lautstark mit allerlei Superlativen um sich. 

Die kleinsten Brennblasen. Die besten Rohstoffe. Die teuersten Fässer. Die schönsten Flaschen. Die höchsten Preise.

Doch der Weg an die Spitze war lang und nicht immer  einfach.

Teil II
 
Farb-Lehre bei  Macallan.      Bild: margaretemarie

Donnerstag, 22. Januar 2015

The Macallan. Whisky zwischen Kunst, Kultur und Kommerz. Versuch einer Annäherung.


Wenn es um The Macallan geht, scheiden sich die Geister. Kaum eine andere Brennerei hat die Fan-Gemeinde im vergangenen Jahr so sehr polarisiert wie diese schottische Destillerie an den Ufern des Spey.

Für die einen ist The Macallan der Inbegriff eines guten Whiskys schlechthin und durch nichts zu überbieten. 

Für andere hingegen ist er Symbol für überteuerte Preise und falsche Marketing-Strategien, und sie singen lautstark seinen Abgesang.



 
Whisky Tasting im Easter Elchies House.  Foto: margaretemarie

Doch Macallan verkörpert  mehr als nur Preisgestaltung, Farbmuster und Geschmackspartikel. Um zu verstehen, warum The Macallan heute eine solch herausragende Stellung im Whisky-Universum hat, muss man tiefer blicken. Und weit zurück.

Montag, 19. Januar 2015

Whisky-Women: the Misses Robertson of Cawderstanes and Edrington

2010 hat The Macallan den bis dahin teuersten Whisky der Welt herausgebracht. 

Für 460.000 US-Dollar wurde ein  64 Jahre alter Whisky in einem Kristall-Dekanter von Lalique bei Sotherby's in New York versteigert. Damit schaffte Macallan sogar den Sprung ins Guiness Buch der Rekorde.

Doch die drei Frauen, die vor vielen Jahrzehnten die Grundlage für diesen  spektakulären Erfolg der schottischen Edel-Destille legten,  kennt kaum jemand.

 
http://i.luxury-insider.com/uploads/features/2010/oldest-the-macallan-and-unique-lalique-decanter/the-oldest-macallan-1.jpg
Macallan in Lalique. Cire Perdue.

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Zum Jahreswechsel

Rhöner Winterwald.             Foto: MargareteMarie

Ich habe ein bemerkenswertes Jahr hinter mir. Ich habe viele wunderbare Menschen kennengelernt, habe viele schöne, aber auch traurige Dinge erlebt, und habe viele fantastische Whiskys entdeckt.

An manchen Tagen haben sich die Blog-Einträge fast wie von selbst geschrieben, an anderen Tagen kam so viel Leben dazwischen, dass ich gar nicht dazu kam, mich an den Schreibtisch zu setzen. Und die ein oder andere Geschichte wartet noch immer darauf, dass ich sie endlich erzähle.

Ich danke Euch für die Unterstützung, die ich auf so vielfältige Weise immer wieder von Euch erlebt habe, und hoffe, dass Ihr mich 2015 auf meiner Entdeckungsreise in die wunderbare Welt der Whiskys wieder begleiten werdet.

Aber jetzt mache ich erst einmal Ferien. Am 19.1.2015 geht es wieder weiter im Blog.

Ich wünsche Euch allen wunderschöne Feiertage und
einen hoffnungsvollen Rutsch ins neue Jahr.

Eure MargareteMarie

Dienstag, 23. Dezember 2014

Laphroaig im Feier-Fieber. Interview mit John Campbell, Distillery Manager

Für die Freunde von Laphroaig wird 2015 ein fantastisches Jahr werden. Bereits in diesem Jahr erschienen vier verschiedene Abfüllungen von der berühmten Brennerei auf der schottischen Hebriden-Insel Islay. 

Und nächstes Jahr sollen anlässlich der 200-Jahr-Feier der Brennerei noch einmal sieben verschiedene Editionen dazu kommen. 

Bei seinem Besuch in Deutschland hatte ich Gelegenheit, mich mit dem Manager von Laphroaig, John Campbell, über die Pläne für 2015, die Laphroaig-Lounge in Berlin, den neuen Cairdeas und Tendenzen für die Zukunft zu unterhalten.

 
Foto: MargareteMarie