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Lost Distilleries: Elizabeth Harvie and the Paisley Connection. Schluss

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1811 baut Daniel Macfarlane eine neue Brennerei am Glasgow Canal in Port Dundas. Zwei Jahre später baut John Gourlay ebenfalls eine Brennerei direkt daneben. Und irgendwann kommt mit Dundashill die dritte Brennerei dazu. Die enge Nachbarschaft hat einen guten Grund: Die Besitzer kennen sich seit vielen Jahren. Und sie verbindet mehr als nur geschäftliche Beziehungen. Letzter Teil meiner Reise zu den Wurzeln der Macht.


Als Daniel Mcfarlane am Forth-and-Clyde-Canal in Port Dundas seine Brennerei errichtet, dauert es nicht lange, bis er Gesellschaft bekommt. Nur zwei Jahre später zieht auch John Gourlay an den Glasgower Kanal. Die beiden Männer sind alte Bekannte: sie haben zuvor viele Jahre in Paisley ihre Brennereien betrieben, und seit mehr als einem Jahrzehnt träumen sie von großen Brennblasen. Und noch etwas verbindet die beiden: sie haben in die gleiche Familie geheiratet, und sind über ihre Frauen Mary und Janet mit John Harvey, Esquire of Garthamlock, verschwägert. Ihm gehört di…

Lost Distilleries: Elizabeth Harvie and the Paisley Connection Teil III

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1799 steht die schottische Whisky-Industrie am Wendepunkt. Auch in Paisley sind sechs Männer und eine Frau zusammengekommen, um über die Zukunft der Branche zu beratschlagen. Ihre Ideen könnten nicht unterschiedlicher sein. Teil III meiner Reise zu den Wurzeln der Macht.




1799 gibt es sieben aktive Brennereien in Paisley. Die größte von ihnen gehört der Firma Brown, Gourlay & Co., die in diesem Jahr 31.767 Gallonen Malt Whisky produzieren. Peter Wright kommt immerhin auf 14.558 Gallonen, Elizabeth Harvie, die einzige Frau in der Runde, liegt mit 12.868 Gallonen auf Platz drei, dicht gefolgt von Robert Menzies & Co. mit 12.128 Gallonen.  Die Schlußlichter der Gruppe sind  James McFarlane,  11.989 Gallonen,  Daniel McFarlane,  11.708 Gallonen, und Harvey & Co., 11.399 Gallonen. Doch diese Rangfolge soll sich schon sehr bald ändern, und einer von ihnen wird später den Grundstein zu einer der größten Brennereien des Landes legen.

4. James MacFarlane

Am ersten April 1798 kommt es…

Lost Distilleries: Elizabeth Havie and the Paisley Connection. Teil II

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1799 treffen sich in Paisley sechs Männer und eine Frau, um über die Zukunft des Brennereiwesens zu diskutieren. Zwanzig Jahre später gehören drei von ihnen zu den mächtigsten Whiskyproduzenten des Landes. Teil II meiner Reise zu den Wurzeln der Macht.



2.The House of Brown, Gourlay and Company.

Eine der frühen lizensierten Brennereien in Schottland ist die Portnauld Distillery, die sich nicht allzu weit entfernt von Paisley, in der Nähe von Renfrew und der Yoker Distillery, befindet. Gegründet hat sie ein gewisser John Fairly, der jedoch 1774 erst einmal untertauchen muss. Denn John hat einen Steuerbeamten auf das übelste verprügelt und ihm ein Bein gebrochen. John wird verhaftet, doch es gelingt ihm, aus dem Gefängnis in Glasgow auszubrechen. 1776 ist er noch immer auf der Flucht, und die Steuerbehörde setzt ein Kopfgeld auf ihn aus.

Ob John Fairly seine Strafe doch noch bekam, ist nicht überliefert, aber 1788 gehört die Portnauld-Brennerei einem anderen Mann: Matthew Brown.  D…

Lost Distilleries: Elizabeth Harvie and the Paisley Connection. Teil I

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Im Januar 1799 findet in Paisley, bei Glasgow, ein Treffen der ortsansässigen Destillateure statt. Sechs Männer und eine Frau sind der Einladung des Steuerbeamten John Wright gefolgt. Eine solche Konzentration von Brennerei-Besitzern in nur einem Ort wäre schon Grund genug zum Staunen. Doch auch die Dinge, die auf dieser Sitzung gesagt werden, sind äußerst denkwürdig, und werfen unglaublich lange Schatten voraus. Unsere Spurensuche führt uns diesmal zu den Ursprüngen der Macht.




Als sich die sieben Brennerei-Besitzer von Paisley - sechs Männer und eine Frau - an einem kalten Wintertag in Paisley treffen, herrscht großer Unmut in der Whisky-Branche. Anderthalb Jahre zuvor, im Juli 1797, hatte die Regierung in London in den schottischen Highlands die Brenn-Steuern erhöht und einen zusätzlichen Steuerbezirk etabliert - neben Lowlands und Highlands gab es nun auch noch den Intermediate District. Für jeden Bereich galten unterschiedliche  Steuersätze, die seit Jahren kontinuierlich gestiege…

Lost Distilleries of Crieff. Teil III: Pittentian

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Die Pittentian Distillery befand sich nur wenige Kilometer vom Zentrum von Crieff entfernt und  war eine kleine Farmbrennerei. Ihren Besitzern ging bereits bei der ersten Krise 1819 der Atem aus. Doch das Brennerei-Gebäude ist noch immer erhalten, und heute  können sich die Touristen an der ländlichen Schönheit dieser alten Farm erfreuen. Die ehemalige Brennerei  wurde vor wenigen Jahren zum luxuriösen Ferienhaus umgebaut. 


Die Spuren, die die Pittentian Distillery - oder auch Pitentean Distillery - in offiziellen Dokumenten hinterlassen hat, sind zwar gering, aber interessant, und sie tragen mit dazu bei, dass wir uns ein umfassendes Bild über die Entwicklung der Whisky-Brennerei im frühen 19. Jahrhundert in Perthshire machen können. Schauen wir uns die Brennerei also etwas genauer an.

In der bereits an anderer Stelle zitierten "History of Crieff" von Porteous (1912) findet sich der Hinweis, dass sich Pittentian in der Umgebung von Crieff befunden hat. Bei einem Blick in al…