2018: Zum Jubiläum die schönste Interwhisky seit Jahren

Am vergangenen Wochenende fand zum 20. Mal die Interwhisky Frankfurt statt. Es sollte zugleich auch die schönste Interwhisky seit Jahren werden. 




Am vergangenen Sonntag ging die 20. Interwhisky Frankfurt zu Ende. Schöner hätte man ein Jubiläumsjahr nicht feiern können. Es waren drei Tage vollgepackt mit einer unglaublichen Vielzahl von guten Gesprächen, toller Beratung am Stand, kostenlosen Forum-Tastings und kostenpflichtigen Master-Class-Vorträgen, die diesen Namen wirklich verdienen. Denn die Anzahl der hochkarätigen Referenten war in diesem Jahr unglaublich hoch, und sie hatten so manche seltene und besondere Abfüllung extra für die Messebesucher mitgebracht.


Neben altbekannten Stammgästen wie etwa Karen Fullerton (Glenmorangie/Ardbeg), John Campbell (Laphroaig), Juliette Buchan (Benromach), Martin Markvardsen (Highland Park), David Turner (Bowmore), Ronnie Cox (BBR) waren auch viele Newcomer dabei oder Referenten, die Deutschland einige Jahre lang nicht auf ihrer Agenda stehen hatten, wie etwa Malcom Waring (Old Pulteney), Gordon Dundas (Glengoyne), Donald MacLellan (Loch Lomond), Chris Hoban (R&B Distillers), Ally Stevenson (GlenAllachie),  oder auch Bruce Perry (Torabhaig).

Insgesamt 55 Tastings, 38 Aussteller und mehr als 500 verschiedene Whiskys standen den Besuchern an den drei Tagen zur Wahl. Da konnte jeder den passenden Whisky finden. Die Stimmung im Saal war so fröhlich und entspannt wie schon lange nicht mehr - sowohl bei den Besuchern als auch bei den Ausstellern.


Was mir dieses Jahr besonders auffiel, waren gleich mehrere Dinge:

1) Die Mehrzahl der Messebesucher war zum größten Teil fachkundig, und  neuen Dingen sehr aufgeschlossen.

2) Die Qualität des deutschen Whiskys hat sich in den letzten Jahren insgesamt deutlich verbessert, und dementsprechend ist auch das Interesse der Messebesucher an deutschem Whisky auffallend hoch gewesen. Brennereien wie Saillt Mor, Nine Spring, Schlitzer Destillerie, Sauerländer Edelbrennerei oder Steinhauser, um nur einige zu nennen, die seit Jahren kontinuierlich gute Arbeit leisten, können jetzt endlich damit beginnen, die Früchte dieser Arbeit zu ernten.

3) Neben den großen Klassikern der Szene wie Highland Park, Bowmore oder Laphroaig gewinnen auch die "Kleinen" oder die "Neuen" zunehmend an Bedeutung im Bewußtsein der Kunden.

Der Wettbewerb der Produzenten wird in Zukunft größer werden, und wir Kunden können vom spürbar größer gewordenen Angebot nur profitieren.

Drei Tage waren für mich tatsächlich zu kurz, um all die Stände und Tastings aufzusuchen, die mich interessiert haben, das Angebot war einfach zu umfangreich. Aber außer mir waren auch Blogger-Kollegen Peter Moser (FOSM) und "Whisky-Jason" auf der Messe unterwegs, so dass ihr eine Vielzahl von Informationen zu den einzelnen Ausstellern erhalten werdet.

Mich haben vor allem jene "Neulinge" in diesem Jahr interessiert, von denen ich denke, dass wir in den kommenden Jahren noch viel von ihnen hören werden. In den nächsten Tagen werde ich euch meine persönlichen Highlights der Messe noch detaillierter vorstellen. 

Den Anfang macht morgen mein absolutes Ober-Highlight, mein Master-Class-Tasting mit Dr. Don Livermore, dem Master Blender von Hiram Walker, Canada. Ich habe nur selten innerhalb von 30 Minuten so viel gelernt....

Unten findet ihr noch einige Fotoimpressionen, zur Einstimmung auf die kommenden Posts.

Und hier noch die links von FOSM und Whiskyjason, wo ihr in den nächsten Tagen auch Infos über die Aussteller der Interwhisky finden werdet::

Whisky Jason Interwhisky 2018

FOSM Interwhisky 2018









 













 











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