Glykol im Whiskey. Wirklich kein Problem?

Kenner schätzen Whisky als eine äußerst komplexe und aromareiche Spirituose. Doch wo kommen diese Aromen eigentlich her? 

Schottischer Whisky darf nur aus Wasser, Gerstenmalz und Hefe hergestellt werden. Beim Amerikanischen Whiskey sind die Vorschriften nicht ganz so eng. 
 
Foto: MargareteMarie
Hier dürfen fleißig Aroma-Stoffe zugefügt werden, wenn die natürlichen Aromen nicht ausreichend vorhanden sind. Doch in den wenigsten Fällen wird der Kunde über diese Zusätze genau informiert.

Auch teure, sogenannte Craft-Whiskeys bleiben von Zusatzstoffen nicht verschont, wie erst kürzlich im Fall Templeton bekannt wurde. Auf dem Etikett werden diese Stoffe aber meist verschwiegen. Aus gutem Grund. Denn wer will schon einen Whiskey trinken, der Glykol enthält?  Doch beim Fireball-Whisky-Likör  wird genau dieser Stoff zugefügt, wie thespiritsbusiness.com jetzt berichtet.

Auch in der Wein-Industrie wurde in den 80er Jahren Glykol fleißig benutzt. Als die Praktik bekannt wurde, hat der sogenannte Glykolwein-Skandal 1985 einer ganzen Branche nachhaltig und massiv geschadet. Es scheint, als habe die Getränke-Industrie bis heute nichts daraus gelernt.

Hier geht's zum Original-Bericht.

Mehr zum Thema:


Whiskey zwischen Betrug und Marketing: Der Fall Templeton

Kommentare

  1. Nun, so ganz ist das nicht richtig. Wenn es sich um einen „straight“ Whiskey handelt, darf da außer Wasser gar nichts dazu gegeben werden. Daher immer genau auf das Etikett achten.

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    1. Hallo Silberohr, danke für den Hinweis. Ich werde in Zukunft das Etikett ganz genau nach diesem Wort absuchen!

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