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Es werden Posts vom Oktober, 2018 angezeigt.

Murray McDavid, Mystery Malt, Eòrna Lòin II, 20 Jahre, Tasting Notes

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Murray McDavid ist kein unbekannter Name. Doch in den letzten Jahren ist es in Deutschland etwas ruhig geworden um die Marke. Jetzt hat der Unabhängige Abfüller mit Tom Zemann von Whisky-in-Wiesbaden einen neuen Importeur gefunden. Auf der Whiskymesse Whisky & Smoke  in Wiesbaden wurde die ganze Produktpalette stolz präsentiert und ein Neuanfang demonstriert.




Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich neulich auf der Whisky & Smoke in Wiesbaden einen riesigen Standmit der gesamten Produktpalette von Murray McDavid entdeckte. 

Die eigentliche Überraschung war weniger das Angebot, das hat sich in den vergangen drei Jahren kaum geändert. Doch der deutsche Importeur hat gewechselt. Von nun an ist Tom Zemann aus Whisky-in-Wiesbaden für die Distribution in Deutschland zuständig. 

Die Chancen stehen also gut, dass wir in Zukunft wieder mehr von Murray McDavid hören und sehen werden, denn wer Tom kennt, weiß, wie rührig er in der deutschen Whisky-Szene unterwegs ist. 

Die Auswahl fiel mir…

Special Releases 2018: Cladach Blended Coastal Malt, Tasting Notes

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Mit dem Cladach wurde zum zweiten Mal ein Blended Malt Teil der Special Releases. Im vergangenen Jahr präsentierte Diageo mit dem "Collectivum XXVIII" einen Blended Malt, der Single Malts aus allen 28 derzeit produzierenden Brennereien des Konzern vereinte. Der Cladach gibt sich da etwas bescheidener.



Hintergrund:

Cladach ist ein gälisches Wort und bedeutet "Küstenlinie". Die Geologie und die natürliche Pflanzenwelt um die Brennereien herum sollen die Inspirationsquelle für Master Blender Keith Law und die Design-Abteilung gewesen sein.  Für den Cladach wurden entsprechend die Single Malts aus sechs Brennereien von Küstenregionen vermählt: Caol Ila, Clynelish, Lagavulin, Oban, Inchgower and Talisker. Die Mischung klingt spannend. 

Die Fassauswahl ist vergleichsweise überschaubar: first fill American Oak Ex-Bourbon, refill American Oak Hogsheads, refill European Oak Butts, ex-bodega European oak butts.

Was kann ich erwarten:

Die Fassauswahl war sehr klassisch, und …

Special Releases 2018: Oban 21 Tasting Notes

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Oban ist die zweitkleinste Brennerei im Besitz des Getränkeriesen Diageo. Gerade einmal 870.000 Liter Alkohol beträgt die maximale Jahresproduktion. Abfüllungen von Oban sind entsprechend dünn gesät.



Hintergrund: 

1988 wurden die Classic Malts eingeführt, und Oban 14 war von Anfang an dabei. 1998 erschien zum ersten mal eine Distiller's Edition. Der Charakter des Whiskys wird von langen Fermentierungszeiten geprägt (bis zu 110 Stunden), was zu sehr schönen Fruchtnoten führen kann. Pro Arbeitswoche reicht die Zeit für  fünf lange und eine kurze Fermentation. 

2002: Oban 32 (1969) / 55,1 % ABV

2004: Oban 20 (1984) / 57,9 % ABV

2013: Oban 21 (-----) / 58,5 % ABV

2018: Oban 21 (1996) / 57,2 % ABV


Was kann ich erwarten:

21 Jahre in einem Refill Sherry Butt klingt verheißungsvoll. Dezente Sherry-Töne, schöne Fruchtnoten und die typische stumpfe Salzigkeit von Oban sollten eine wunderbare Kombination ergeben. Wie limitiert die Abfüllung tatsächlich ist, wird nicht angegeben. Das könnten a…

Special Releases 2018: Pittyvaich 28, Tasting Notes

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Pittyvaich Distillery war nur ein kurzes Leben beschert. Gegründet 1974 auf dem Gelände der Dufftown Distillery, wurde sie 1993 wieder geschlossen und anschließend abgerissen. Die vier Brennblasen von Pittyvaich waren exakte Replicas der Dufftown Distillery, die heute den Singleton of Dufftown produziert. 



Hintergrund:

Pittyvaich war schon des öfteren bei den Special Releases vertreten. Die Brennerei gehört - ebenso wie Brora oder Port Ellen - zu den geschlossenen Brennereien, ohne jedoch jemals deren Kultstatus erreicht zu haben.

2009: Pittyvaich 20 (1989) / 57.5 %

2015: Pittyvaich 25 (1989) /49.9 %

2018: Pittyvaich 28 (1989) / 52.1 %

Was kann ich erwarten:

28 Jahre im mehrfach belegten Bourbon-Fass kann wunderschöne Fruchtnoten bedeuten. Kann. Muss aber nicht. Der Pittyvaich von 2015 war ein schöner, gut gereifter Single Malt mit einem leichten bis mittelschweren Körper. Drei Jahre später sollte sich dieser Whisky nicht allzu sehr verändert haben.


Meine Tasting Notes:

Pittyvaich 28, de…

News: Finest Whisky feiert 10 Jahre Geburtstagsparty mit großem Event in Berlin

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Die Whisky-Szene in Deutschland hat sich in den letzten Jahren rasant weiter entwickelt, und es gibt inzwischen so viele, tolle Events rund um schottischen Single Malt, dass man unmöglich überall dabei sein kann. Die Geburtstagsparty von Finest Whisky am 10. November in Berlin sollte man sich jedoch nicht entgehen lassen. Denn Uwe gehört zu den heimlichen Hot Spots der deutschen Single Malt Szene. 


Man mag es kaum glauben, dass Uwe erst vor 10 Jahren seinen Whisky-Laden in der Berliner Winterfeldstraße eröffnet hat. Noch immer sieht sein Geschäft von außen klein und bescheiden aus, und wenn man nicht aufpasst, ist man ruck zuck dran vorbei gelaufen. Doch wer sich rein traut, bekommt große Augen. Neben den bekannten Standards findet man hier auch  alte und seltene Abfüllungen. Gute, persönliche  Beratung gibt es natürlich auch. Und mit etwas Glück könnt ihr hier auch meinen Blogger-Kollegen Marcus Whiskycuse antreffen.

Noch interessanter sind allerdings jene heiß begehrten Raritäten, …

Special Releases 2018: Inchgower 27 Tasting Notes

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Die Inchgower Destillerie ist eine alte, aber wenig bekannte Brennerei, die 1871 von Alexander Wilson und Co. als "The Great Distillery of Inchgower" gegründet wurde. Dazu verwendete Wilson die Ausrüstung der alten Tochieneal Distillery, die ihm zuvor gehört hatte. Nach dem Bankrott von Alexander Wilson und Co.  wurde die Brennerei 1936 vom Buckie Town Council gekauft. Zwei Jahre später erwarb Arthur Bell und Söhne die Brennerei für £ 3.000.



Hintergrund:

Inchgower ist zum ersten Mal Teil der Special Releases. Außer der offiziellen "Fauna-und-Flora"-Abfüllung gab es auch einige besondere Abfüllungen im Rahmen der Rare Malts Serie, z.B. Inchgower 22 (1974/1997) und Inchgower 27 (1976-2004). 

Bei Inchgower wird mit einer kurzen Fermentierungszeit (ca. 50 Stunden) und einer schnellen Destillation mit möglichst wenig Kupferkontakt gearbeitet. Das Ergebnis ist ein schwerer Single Malt, bei dem die nussigen Aromen im Vordergrund stehen.


Die Faßrezeptur ist denkbar einfach…

Special Releases 2018: Singleton of Glen Ord 14, Tasting Notes

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Die Brennerei Glen Ord in den nördlichen Highlands ist bei uns weniger bekannt, da ihre Single Malts unter dem Namen Singleton of Glen Ord offiziell nur auf dem  Asiatischen Markt angeboten werden. In Europa wird unter dem Namen Singleton hingegen der Malt-Whisky der Dufftown Distillery in der Speyside vermarktet.  Leider, möchte ich sagen. Denn der Malt Whisky von Glen Ord gefällt mir ganz ausgezeichnet. Der Singleton of Glendullan wiederum ist den Nord-Amerikanern vorbehalten. Verstehen muss man das nicht.


Hintergrund:


Die Fass-Rezeptur für diesen Singleton of Glen Ord klingt reichtlich kompliziert. Jeder Malt wurde dreifach gereift, und insgesamt kamen fünf verschiedene Fassarten zum Einsatz:

Erste Reifung ("Maturation Casks"): Wiederbefüllte Ex-Bourbon Hogsheads aus amerikanischer Eiche und wiederbefüllte Ex-Bodega Sherry-Butts aus Europäischer Eiche

Zweite Reifung ("Development Casks'): ausgebrannte Ex-Pedro-Ximenez Sherry-Fässer und Ex-Moscatel-Fässer

Vermählung

Special Releases 2018: Talisker 8

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Die Special Releases sind fassstarke, ungefärbte und nicht-kühlfiltrierte Abfüllungen von ausgewählten schottischen Single Malt Brennereien. Talisker ist seit Beginn der jährlich erscheinenden Serie ein gerngesehener Stammgast. 



Special Releases, Talisker 8, 59.4% ABV, erstbefüllte Ex-Bourbon-Hogsheads aus amerikanischer Eiche. Limitierte Auflage.

Hintergrund:

Schon in den 1980er Jahren erschien bei Diageo die "Rare Malts" Selection, eine Auswahl an Single Malts von sechs verschiedenen schottischen Brennereien. Damals wurde Single Malt kaum getrunken, die Reihe war mutig, ambitioniert und unglaublich erfolgreich. Einer der sechs war Talisker. 1995, mit zunehmender Beliebtheit von Single Malt, wurde die Reihe erweitert. 2001 wurden  zum ersten Mal die Special Releases aufgelegt. Talisker war gleich zwei mal dabei: Als Talisker 28 und Talisker 25. 2006 gab es erstmalig auch einen dreißig Jahre alten Talisker, 2012 folgte Talisker 35. 

Und jetzt ein Talisker 8. Gereift in tief a…

Diageo Special Releases Tasting in Frankfurt

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Manchmal muss man auch ein bißchen Glück haben. Ich hatte vor ein paar Tagen riesiges Glück, als ich Gregor Haslinger von Whisky Spirits in Frankfurt traf und er mich fragte, ob ich nicht zum Special Releases Tasting kommen wolle. Klar wollte ich. Und weil ich so ein lieber Mensch bin, hat Gregor mich dann eingeladen.... Nein, das war jetzt ein Scherz. Gregor hat das Tasting zusammen mit Thomas Plaue von Diageo durchgeführt, und weil GREGOR und THOMAS so wahnsinnig liebe Menschen sind, haben sie mich eingeladen. Oh Mann, ihr glaubt gar nicht, wie ich mich da gefreut habe!!!




Thomas Plaue und Gregor Haslinger sind ja beide immer wieder ein Genuß, weil sie unglaublich viel über Whisky wissen, und weil sie dieses Wissen auf unglaublich nette Art auch weiter geben. Wenn ihr die Gelegenheit habt, mal ein Tasting mit einem der beiden mitzumachen, solltet ihr euch das unbedingt gönnen.

Für die Special Releases hat Thomas sich dann auch wieder ein sehr schönes Programm ausgedacht. Da seine Mo…

Tasting Notes: 4x Kilchoman, Limited Editions

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Bei der Kilchoman European Road Tour 2018 war die Auswahl groß: neben den Standard-Abfüllungen gab es auch mehrere Sonder-Editionen zur Verkostung. Vier davon möchte ich euch heute vorstellen:




Machir Bay Tour Bottling 2018, 59.8%

Hintergrund: Sonderauflage in Fassstärke, nur auf der Tour erhältlich. 2.310 Flaschen, 59.8  % Gleiches Rezept  wie die Machir Bay Standard-Ausgabe, also 90% Bourbon-Fässer und 10% Sherry-Fässer. Gleiches Altersprofil wie Machir Bay Standard, aber eine etwas andere Fass-Auswahl, da deutlich weniger Fässer benötigt werden. (Für die Machir Bay Standard Abfüllung werden pro Batch 60 Fässer vermählt.)

Was ich erwarte: Das Tour-Bottling wird immer nur in einer sehr kleinen Auflage herausgebracht. Da dürfen es ruhig die besten Fässer sein, die ausgewählt werden.

Aroma: Zuckersirup, Raucharomen und gelbe Früchte mischen sich zu einem dezenten, aber dichten  Bouquet. Dazu kommt eine frische Meeresluft, die nach Salz riecht.

Geschmack: angenehm mild, mit Orangenschalen, gr…

Kilchoman Road Tour in Fulda

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Kilchoman ist derzeit wieder auf Road Tour in Europa unterwegs. Eine der sechs Stationen in Deutschland war diesmal in Fulda bei Jupp Hahners Wein- und Whiskyhandel, wo man ein ausgiebiges Straßen-Event feierte. Für mich war das fast ein Heimspiel, und natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt, mit Peter Wills zu plauschen und die neuen Sonder-Abfüllungen von Kilchoman zu probieren.



Für Kilchoman hat Jupp Hahner sogar den roten Teppich ausgerollt. Bei besten Wetterverhältnissen entstand vor seinem Laden in der Fuldaer Innenstadt ein kleiner Event-Bereich, mit Tasting-Stationen, an denen die verschiedenen Abfüllungen von Kilchoman zur Auswahl angeboten wurden, und mehreren Whiskyfässern, die als Stehtisch dienten und wunderbar zum geselligen Plaudern einluden.

Der Ablauf war entspannt und flexibel, und wer teilnehmen wollte, konnte bei Jupp Hahner eine Karte erwerben, auf der die verschiedenen Abfüllungen vermerkt waren, und am Ausschank wurde dann einfach der entsprechende W…

Glen Spey 21, Special Releases 2010

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Einst gehörte Glen Spey zusammen mit Knockando und Strathmill der Firma W&A Gilbey. 30 Jahre und mehrere Zusammenschlüsse später kam die Brennerei in den Besitz des multinationalen Konzerns Diageo, und wird vor allem für Blends eingesetzt. 2010 erschien im Rahmen der Special Releases ein beachtenswerter Glen Spey 21.




Hintergrund:

Mit 1,4 Millionen Litern Jahreskapazität gehört Glen Spey zu den kleineren Brennereien im Konzern, die nur allzu oft übersehen wird. Leider, möchte man fast sagen. Die vorliegende Abfüllung stammt noch aus dem Jahr 2010 und war Teil der Special Releases. 5.844 Flaschen gab es damals. Laut Pressemitteilung handelt es sich um "a vatting of new American Oak that also held Sherry".

Was ich erwarte:

Abfüllungen aus der Reihe der Special Releases hatten immer eine besondere Qualität.  Glen Spey wird überwiegend für den Blend J&B produziert, und bei den meisten Fässern wird es sich um  Ex-Bourbon-Fässer bzw. Hogsheads aus amerikanischer Eiche handel…