Top Ten Whisky Empfehlungen zum erschwinglichen Preis

Die Ergebnisse der San Francisco World Spirits Competition 2016 sind seit gestern online. Viele altbekannte "Freunde" befanden sich unter den Preisträgern, und auch die ein oder andere Überraschung war dabei. Wem der Sinn nach einem Medaillen-Sieger steht, wird reiche Auswahl finden. Doch nicht jeder von uns hat unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten. Welche Doppelgold-Sieger bieten auch für wenig Geld einen großen Genuß? Hier meine Top Ten Empfehlungen für gute Whisk(e)ys zum erschwinglichen Preis:


10. Wild Turkey 101 Kentucky Straight Bourbon. 

Gutes muss nicht teuer sein. Wer auf größere Tiere steht, sollte zu Buffalo Trace Kentucky Straight Bourbon greifen.

9. Monkey Shoulder.

Ein blended Malt der Extra Klasse. Immer noch unterschätzt.

8. Tomatin 12

Deutlich besser als sein Ruf. Schöne kräftige Malz- und Vanille-Noten. Die Nachreifung im Sherry-Fass tut ihm gut. Wer etwas mehr ausgeben möchte, sollte sich Tomatin 18 gönnen.

7. Glenfarclas 105.

Ein Klassiker aus dem Sherry-Fass. Abgefüllt mit starken 60%.

6. Benromach 10 Jahre,  57%.

Der Werbeaufwand, den der unabhängige Abfüller Gordon & McPhail betreibt, ist vergleichsweise bescheiden. Qualität braucht kein lautes Geschrei. Wer sparen will, kann zur Standardabfüllung mit 43% greifen.

5. Oban Little Bay

Eine der kleinsten Brennereien im Single Malt Imperium von Diageo. Aber auch eine der besten. Für die Kleine Bucht wurden angeblich auch kleine Fässer verwendet. Trotzdem großer Geschmack.

4. Hyde No 1, 10 Jahre, Sherry-Fass Finish

Gebrannt in der irischen Cooley Brennerei, abgefüllt von Hibernia Distillers. Einer der Gründe warum Irischer Whisky wieder Spaß macht.


3. Laphroaig 10

Islay Spezial. Man liebt ihn oder man hasst ihn.


2. AnCnoc Rascan

AnCnoc Whisky stammt aus der Knockdhu Brennerei in den Highlands. Seit 2014 bringt die Brennerei auch Peated Whiskys auf den Markt. Für Freunde der rauchigen Whiskys.

1. Bunnahabhain 18 und 25 Jahre. 

Alte Bunnahabhains sind traumhaft. Irgendwann sollte man sich unbedingt mal einen gönnen.



Insgesamt wurden 1.899 Spirituosen eingereicht. Nur 201 erhielten Doppelgold. Wer sich für die Gesamtergebnisse interessiert, hier ist der Link: San Franzisco World Spirits Competition

Kommentare

  1. Danke, Margarete Marie! Sehr informativ.

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  2. Der Monkey Shoulder war, als ich ihn erstmalig im Glas hatte (so um 2011 rum), ein sehr schöner und süffiger Mädchenwhisky, wie es die Ms. Blödbabbler auszudrücken pflegt.
    Leider hatte die letzte Flasche davon, die ich im Jahre 2015 erstand -und auch leerte- inzwischen einen deutlich bitteren Überhang gezeigt, der sich -zumindest für mein Geschmacksempfinden- sehr störend bemerkbar macht. Ich habe deswegen im Bekanntenkreis alle, die ihn von früher her kannten, mochten und nachkaufen wollten erstmal dahingehend gewarnt.
    Haben Sie, liebe margaretemarie, neuere eigene Geschmackeindrücke des Monkey Shoulder - oder beziehen Sie sich lediglich auf die Ergebnisse des San Francisco World Spirits Competition 2016, für ihre Empfehlung und Klassifizierung als Blended Malt der Extraklasse?
    Eventuell kann ich ihn ja dann wieder empfehlen.
    Neugierigen Gruß vom Blödbabbler

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    1. Hallo bloedbabbler, da scheinen wir nicht ganz den gleichen Geschmack zu haben. Ich bin aber auch kein Mädchen mehr ;-))
      Ich hatte ihn das letzte Mal im Sommer 2015 im Glas, und er hatte mir richtig gut geschmeckt. Deshalb hat es mich nicht verwundert, ihn jetzt wieder unter den top Medaillenrängen zu finden. Ich gebe allerdings zu, dass ich ihn im Sommer getrunken hatte, wenn bittere Töne sehr viel angenehmer wirken als bei kühlem Wetter.
      Das Wort Extraklasse möchte ich hier innerhalb seiner Preiskategorie verstanden wissen. Denn das Hauptkriterium bei meinen Empfehlungen war, viel Geschmack für wenig GEld zu bekommen. Ich finde, für das, was er kostet, bietet er verdammt viel.

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    2. Hallo bloedbabbler,
      angeregt durch deine Anmerkung bin ich selbst neugierig geworden und habe mich erkundigt: die Rezeptur des Monkey Shoulder hat sich laut offizieller Auskunft nicht geändert. Die Flasche, die bei der San Francisco Competition eingereicht wurde, sollte also dem bisherigen Geschmack entsprechen. Allerdings kann es innerhalb der verschiedenen Batches zu minimalen Variationen kommen. Veilleicht schmeckt Monkey Shoulder aber auch bei warmen Temperaturen am besten. Ich hoffe, ich habe dir weiterhelfen können. Herzliche Grüße
      MargareteMarie

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    3. Ahoi margaretemarie,
      ein fettes Danke fürs Nachfragen. :-)
      Allerdings ist das mit einem Batch beim Monkey Shoulder so eine Sache - soweit ich dies verfolgt habe, gibt es den immer nur als Batch 27 - stand zumindest auf allen drauf, die ich über die Jahre hatte. Der Geschmack schwankte dennoch immer ein wenig, der letzte davon aus 2015 war, wie gesagt, leider nicht mehr der empfehlenswerte Affe der Vorjahre, sondern deutlich bitterer.

      Habe eben gerade beim Rumstöbern über Interneteinträge vom Monkey Shoulder gesehen, dass der werte Serge auch ein wenig an der 2015er Fassung herummäkelt.
      Wenigstens noch einer, dem es so erging wie ich es auch empfand. :-D
      Aber, da einer im Bekanntenkreis nicht hören wollte und sich doch noch eine Buddel bestellt hat, kann ich ja im Sommer nochmal bei ihm probieren gehen - vielleicht ist es tatsächlich Wetter- und Temperaturabhängig.

      Lieben Gruß vom Blödbabbler

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    4. Ja, auf dem Etikett steht leider nicht drauf, um welches Batch es sich handelt. Das ließe sich nur mit Hilfe der Bottle Nummer erfragen. Wenn er gar nicht schmeckt, würde ich ihn in einem leckeren Cocktail probieren. Bei dem Preis....

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