Mexikanischer Mais-Whisky

Wer auf der Suche nach ungewöhnlichen Whiskys ist, sollte seinen Blick derzeit nach Mexiko lenken. Der bekannte Mezcal-Hersteller Pierde Almas produziert seit kurzem auch einen Mais-Whisky. Das besondere dabei: der Whisky wird aus alten, historischen Mais-Sorten gebrannt, die im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca beheimatet sind. Oaxaca gilt auch als als Heimat des Mezcal.


Wie dem Datenblatt des amerikanischen TTB Büros zu entnehmen ist, soll der doppelt gebrannte mexikanische Mais-Whisky zu 94% aus Mais und 6% aus Gerstenmalz bestehen. Mehr als 60 verschiedene alte Maisvarianten werden heutzutage noch in Mexico kultiviert, etwa 35 davon haben ihren Ursprung in Oaxaca. Diese Sorten unterscheiden sich zum Teil deutlich in Farbe, Form, Textur und Geschmack, und sollen dem Whisky auch ein einzigartiges Aroma-Profil verleihen.


Mais wurde in Oaxaca wahrscheinlich vor über 6.500 Jahren aus dem Teocintle-Gras kultiviert und seither entstand eine unglaubliche Artenvielfalt. Durch Monokultur und internationale Handelsabkommen sind viele dieser historischen Arten inzwischen vom Aussterben bedroht.

Informationen von Mezcal-Bloggerin Susan (Mezcalistas) zufolge sollen zunächst 4.500 Flaschen pro Jahr abgefüllt werden, der Inhalt für weitere 1.000-2.000 Flaschen soll in Eichefässern lagern und erst in sechs bis acht Jahren auf den Markt kommen.

Derzeit ist der Whisky von Pierde Almas nur in San Francisco, Los Angeles, Chicago und New York erhältlich, wo er die Barszene bereichern soll. Man darf gespannt sein, ob er sich auf Dauer behaupten kann. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Hier stinkt was: Die Schattenseiten des Irischen Whiskey-Wunders

Lowlands: diese 10 Brennereien musst du besichtigt haben

Wie gut ist alter Whisky wirklich?

Deutschlands beliebtester Single Malt

Exklusiv von der Whisky-Fair: Interview mit Whisky-Sammler Diego Sandrin