Trendwende 2016?

Das neue Jahr hat wieder fulminant angefangen, und die vergangenen Wochen waren mit viel Arbeit und mehreren wichtigen Dead-Lines vollgepackt. Mein persönliches Highlight war dabei meine Arbeit am Tagebuch der Agnes Heatley Robertson - erinnert ihr euch noch? Es ist jetzt fertig ausgewertet und ich werde bald mehr über die Ehefrau eines Whisky-Tycoons der ersten Stunde zu erzählen haben.

Aber auch die Kollegen und Kolleginnen der Whisky-Branche waren fleißig, und haben einige interessante Neuerscheinungen herausgebracht, über die ich in den nächsten Tagen und Wochen noch berichten werde.

Gestaunt habe ich allerdings bei meinem Einkauf vor ein paar Tagen bei einem bekannten Discounter. Bekanntermaßen wird dort immer vor Weihnachten ein Whisky-Sonderkontingent der Hausmarke Blackstone angeboten. Die letzten Jahre waren diese Flaschen immer in wenigen Tagen ruckidizucki ausverkauft. In diesem Jahr jedoch kleben sie wie Kleister an den Kartons im Regal. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich sogar jetzt, Mitte Februar, noch ein paar Flaschen erstehen können. Wie gesagt, wenn ich gewollt hätte.



Viele andere haben auch nicht gewollt. Zuviele offensichtlich. Der Blackstone ist zum ersten Mal seit Jahren zum Ladenhüter geworden, trotz seiner 15 Jahre. Gewiss, man sollte solche punktuellen Beobachtungen nicht überbewerten.

Doch ich bin sicher, dass wir mittlerweile den Scheitelpunkt von Angebot und Nachfrage erreicht haben. Durchschnittliche, unspektakuläre Abfüllungen werden es in Zukunft schwerer haben. Die Verbraucher sind auch im Whisky-Bereich besser informiert und kritischer geworden.

Wer auch zukünftig im Geschäft bleiben will, muss überzeugen können. Egal wie alt der Whisky ist.




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